Pandemiegeschehen

Erste Besuchsverbote: Kliniken schränken wegen Corona Besuche ein

3.11.2021, 17:48 Uhr
Ein Tropf steht vor einem Eingang einer Klinik. Diese haben in Bayern erste Besuchsverbote ausgesprochen.

Ein Tropf steht vor einem Eingang einer Klinik. Diese haben in Bayern erste Besuchsverbote ausgesprochen. © Arne Dedert, dpa

Aufgrund der vielen Corona-Infektionen schränken zahlreiche Kliniken in Bayern Besuchsmöglichkeiten erneut deutlich ein - in den ersten gelten gar schon wieder Besuchsverbote. Ein solches hat am Mittwoch auch der Klinikverbund Kempten ausgesprochen: Dort dürfen Patienten von Donnerstag an nur noch in Ausnahmefällen Besuch erhalten. Dazu gehörten unter anderem Kinder und Jugendliche, Demente, Sterbende und Gebärende, teilte der Verbund in Kempten mit.

Wer solche Patienten in den Kliniken Kempten, Immenstadt, Oberstdorf und der Geriatrie-Klinik Sonthofen besuche, müsse wie bisher geimpft, genesen oder getestet sein. Auch die generelle Maskenpflicht bestehe weiterhin, hieß es vom Klinikverbund Kempten.

"Die Kliniken allgemein schränken die Besuchszeiten wieder deutlich ein", berichtete Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. "Aufgrund der gestiegenen Inzidenzen und vollen Kliniken schaut man im Moment, dass man sich möglichst wenige Infektionsrisiken ins Haus holt."

So lassen die RoMed-Kliniken in Bad Aibling, Rosenheim, Prien und Wasserburg nur noch einen einzigen fixen Besucher pro Patient für eine Stunde am Tag zu, und der muss geimpft oder genesen sein oder einen frischen negativen PCR-Test haben. Im Landkreis Miesbach - am Mittwoch deutschlandweiter Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz - hat das Krankenhaus Agatharied bereits am Dienstag ein erneutes Besuchsverbot mit Ausnahmen für die oben genannten Gruppen ausgesprochen.