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Dienstag, 13.04.2021

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Brüstung gibt nach: Mann stürzt zehn Meter in die Schwarzachklamm

Morsches Geländer hielt Gewicht nicht stand - Komplizierter Rettungseinsatz - 01.04.2021 19:17 Uhr

Eines der Holzgeländer war so morsch, dass es unter dem Gewicht des Mannes nachgab. Dieses Bild zeigt die Schwarzachklamm, aber nicht die Unfallstelle.

15.10.2017 © Mareike Tina Beck


Die Schwarzachklamm ist ein idyllisches Ausflugsziel im Nürnberger Land, eine beliebter Wanderweg führt dort zwischen Schwarzenbruck und Ochenbruck an einem Flusslauf entlang, vorbei an Sandsteinformationen. Das Gelände ist steil, immer wieder erheben sich die Wände der Klamm mehr als zehn Meter über das Flussbett. Eine dieser Stellen wurde einem 21-Jährigen am Gründonnerstag zum Verhängnis.

Er hatte den sonnigen Nachmittag für einen Ausflug genutzt und war auf einem breiten Fahrweg des oberen südlichen Wanderwegs am Rande der Schlucht unterwegs, als er eine Pause einlegte, um ein Selfie zu machen. Dabei lehnte sich der junge Mann gegen ein Holzgeländer, das am Rand der Klamm entlang führt. Plötzlich gab die Brüstung nach.

Mann schlug neben Felsen auf

Der 21-Jährige stürzte laut Polizei zehn bis zwölf Meter in die Tiefe, bis er neben einem Felsen aufschlug. Der Rettungseinsatz gestaltete sich schwierig. "Die Unfallstelle war zunächst schwer aufzufinden", sagte Notarzt Peter Wack der Fotoagentur Vifogra. Mithilfe der Bergwacht und eines Rettungssacks konnte der Verletzte schließlich geborgen werden. Trotz des schweren Sturzes trug er hauptsächlich oberflächliche Verletzungen davon, zur Abklärung wurde er in ein Krankenhaus gebracht. "Wenn er Kopf voraus gestürzt wäre oder der Boden unten felsig gewesen wäre, wären die Verletzungen sicher wesentlich schwerer ausgefallen", sagte der Notarzt.

Grund für den Unfall ist laut Polizei das morsche Geländer, das dem Gewicht des Ausflüglers nicht standgehalten hatte. "Morscher geht´s nicht", zitiert der diensthabende Beamte der Polizeiinspektion Schwabach die Kollegen vor Ort. Weiterführende Ermittlungen sollen nun klären, inwiefern Dritte wegen einer möglichen "fahrlässigen, strafbaren Handlung" für den Sturz verantwortlich gemacht werden können.


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