Kinder und Jugendliche freuen sich

Endlich wieder da: Feuchter Jugendzentrum zieht Rückschlüsse aus Corona-Zeit

20.6.2021, 15:47 Uhr
Das imposante Graffiti an der Fassade des Jugendzentrums in Feucht ist ein bunter Blickfang.

Das imposante Graffiti an der Fassade des Jugendzentrums in Feucht ist ein bunter Blickfang.

Eineinhalb Jahre hat der Bau gedauert. Dann hatten die Jugendlichen aus dem Nürnberger Land endlich ein neues zweites Zuhause in der Schulstraße. Dabei geht die Geschichte des hiesigen Jugendzentrums bis in die frühen 80er Jahre zurück.

„Damals wurde den Kindern und Jugendlichen der erste Stock des Lehrerwohnhauses und mit der Zeit das komplette Gebäude zur Verfügung gestellt“, erzählt Jessica Graf, Mitarbeiterin der Verwaltung des Markt Feucht im Bereich Kinder-Jugend. Nach einem, wenige Jahre andauernden, Aufenthalt in mobilen Raummodulen an den Sporthallen, zog das Jugendzentrum im Februar 2016 in den Neubau um. Die Einweihung fand am 17. Juni 2016 statt. „Das komplette Areal mit Schulmensa und St. Jakob Hort sowie dem Neubau des Jugendzentrums wurde aufgrund des bestehenden Bedarfs neu gestaltet, weshalb das alte Lehrerwohnhaus weichen musste“, erzählt sie rückblickend.


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Das alte Jugendzentrum sei den Ansprüchen der Kinder und Jugendlichen nicht mehr gerecht geworden. Außerdem sei das Ziel gewesen, ein offenes, freundliches und vielseitiges Angebot zu schaffen. Mit dem Areal wuchs auch das Angebot. Es kamen ein Mädchen- und Tanzraum, ein Bastel- und Werkraum und Proberäume für Bands hinzu. „Hierdurch kann im Jugendzentrum Feucht nun auf fast alle Interessen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen eingegangen werden“, erklärt sie.

Spaß mit Regeln

Das Konzept lief gut, doch dann kam die Corona-Pandemie und das JuZ musste für eine lange Zeit zumachen. Erst am 1. Juni dieses Jahres durfte es seine Pforten wieder öffnen. Seitdem darf auch das Angebot wieder in gewohntem Rahmen stattfinden. „Allerdings mit verringerter Besucheranzahl und weiteren Einschränkungen wie Masken- und Abstandspflicht sowie Kontaktdatenerfassung“, ergänzt Graf. Gruppenangebote können auch nur bedingt und mit weniger Personen stattfinden. Konzerte seien derzeit weder plan- noch durchführbar.Das sei schade, weil Veranstaltungen wie Live-Auftritte zu den Highlights gehören.

„Die vielen Konzerte mit unterschiedlichen Genres locken immer wieder neue Besucher ins Jugendzentrum“, erzählt der Leiter des JuZ, Manfred Schmid. Vor allem eine Hip-Hop-Veranstaltung im letzten Jahr, kurz vor Ausbruch der Pandemie, sei am besten angekommen. Neben Konzerten erfreuen sich die Kinder und Jugendlichen am breitgefächerten Angebot. Dazu gehört zum Beispiel das Sommerfest, der Stand am Weihnachtsmarkt, die Tanzwettbewerbe, Übernachtungen und die Zockernacht.

Umzug steigerte Beliebtheit

Der Umzug in den Neubau habe sowohl die Beliebtheit als auch die Besucherzahlen des Jugendzentrums gesteigert. „Die freundliche und offene Gestaltung des neuen Jugendzentrums sowie die raumabhängigen Angebote haben die Altersspanne der Besucher vergrößert und somit die Besucheranzahl auf durchschnittlich 70 pro Tag erhöht“, erzählt er.


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Auch in den umliegenden Gemeinden werde das Angebot vom JuZ Feucht in Anspruch genommen. Zumindest war das vor der Pandemie der Fall. Durch Corona und die damit einhergehende Schließung des Jugendzentrums Feucht und des Jugendraums Moosbach seien für die Kinder und Jugendlichen zwei wichtige Treffpunkte weggefallen. Auch das Team des JuZ habe darunter leiden müssen, weil der Kontakt zu den Besuchern weggefallen sei. „Die Online-Angebote sowie die Kontaktsuche außerhalb des Gebäudes konnten dies leider nicht ersetzen“, stellt Schmid klar. Umso größer war die Freude, als bekannt gegeben wurde, dass das JuZ zum 1. Juni wieder öffnen darf. Das Feedback der Kinder und Jugendlichen ist deutlich: „Endlich seid ihr wieder da.“

Zurück zur Normalität

Daher seien im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten weitere Öffnungsschritte geplant. „Ziel ist es, die uneingeschränkte Angebotsvielfalt wie vor der Pandemie anbieten zu können“, erklärt Schmid. Immerhin wünsche sich das Team des Jugendzentrums für die Zukunft eine gewohnt gute Unterstützung durch den Markt Feucht sowie durch den Marktgemeinderat und weiterhin sehr zufriedene Besucher.