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Kritik an geplanter Stromtrasse: Feuchter wenden sich an Söder

CSU macht sich in Schreiben für nördliche Trassenvariante stark - 25.07.2020 16:03 Uhr

Ministerpäsident Markus Söder nimmt die Schreiben von Harald Danzl (links) und Oliver Siegl (2. von links) entgegen.

25.07.2020 © Alex Blinten


Stellvertretender Bürgermeister Oliver Siegl hat mit den Marktgemeinderäten Harald Danzl und Herbert Bauer Ministerpräsident Markus Söder verschiedene Schreiben übergeben, die den von Tennet geplanten Trassenverlauf für die 380 kV-Trasse P 53 im Feuchter und Moosbacher Bereich thematisieren.

Der SC Feucht, die örtliche CSU und der SV Moosbach weisen in Briefen an Söder auf die Probleme hin, die sich bei der Realisierung eines bestimmten Trassenverlaufs für Feucht und Moosbach ergeben würden. Der SC Feucht sieht seine Zukunft unmittelbar gefährdet. "So führt der Trassenverlauf viel zu nahe an der Bebauung vorbei", heißt es im Brief des SC. Und weiter: "Wir gehen davon aus, dass daraus eine negative Auswirkung für den von uns geplanten Hotelneubau auf unserem Gelände ausgeht."


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Das würde den Fortbestand des Sportvereins gefährden. Erweiterungsflächen könnten bei einer Realisierung des Trassenverlaufs wie von Tennet geplant, nicht mehr erschlossen werden, befürchten die Verantwortlichen des SC. Der SV Moosbach warnt davor, dass die geplante Trasse bis auf 200 Meter an die Kita Lieblingsplatz heranreichen würde und den Bolzplatz in Moosbach überspannen würde. "Ein Unding" nennt das der SV-Vorsitzende Manfred Meindl.

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"Komm, sonst kommt die Stromtrasse zu dir!" Unter diesem Motto hatte die Bürgerinitiative "Rettet das Schwabachtal" zu einem Aktionstag gegen die sogenannte Juraleitung eingeladen. Und trotz des regnerischen Wetters und Urlaubszeit waren mehrere hundert Menschen nach Gustenfelden im Landkreis Roth gekommen, um gegen den geplanten Ersatzneubau der Stromtrasse P53 zu protestieren.


Die Feuchter CSU macht sich in einem an Söder übergebenen Schreiben für eine nördliche Trassenvariante stark. Sie liegt nun nicht mehr südlich des Gewerbeparks Nürnberg-Feucht-Wendelstein (ehemals Muna), sondern nördlich davon. Diese Trasse würde entlang der A6 verlaufen und damit die Eingriffe in die Natur minimieren. "Sie enthielte zwar eine Annäherung an den Nürnberger Ortsteil Moorenbrunn, damit verbundene Belastungen könnten jedoch durch eine Erdverkabelung zumindest des Teilstückes zwischen Moorenbrunn und Gewerbepark deutlich reduziert werden", sagt der CSU-Marktgemeinderat Herbert Bauer. So argumentiert im Übrigen auch die Feuchter SPD.


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Alex Blinten

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