Dienstag, 20.10.2020

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Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr

Sieben Feuerwehren stellen gemeinsames Konzept vor - 08.10.2020 13:21 Uhr

Nur mit zeitgemäßen Fahrzeugen kann die Feuerwehr ihren Dienst erfolgreich leisten.

© Thomas Siepmann - stock.adobe.com


Die Fahrzeuge der Ortsteilfeuerwehren sind in die Jahre gekommen, einige müssen bald ersetzt werden. Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Christian Falk, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Diepersdorf, ein umfangreiches Fahrzeugkonzept vor. Mehrere Monate hatten die Kommandanten der sieben Wehren der Gemeinde zusammen mit der Verwaltung über dem Entwurf gebrütet und dabei auch stets im Blick gehabt, dass es nicht um eine Wunschliste gehen sollte, sondern um das, was auch finanziell darstellbar sei.

Leinburger Feuerwehr: Zehn-Jahres-Plan überarbeitet

Grundlage ist ein Zehn-Jahres-Plan für die Beschaffungen, der 2011 das letzte Mal überarbeitet wurde. Nun wurde zunächst ein neuer Bedarfsplan erstellt. Die Ausarbeitung des neuen Konzepts wird von zahlreichen Vorschriften bestimmt, die im Bayerischen Feuerwehr-Gesetz niedergeschrieben sind, erläuterte Falk.
Von Bedeutung ist dabei unter anderem die Frage, was es zu schützen gelte, ein weiterer wichtiger Grundsatz ist die Hilfsfrist von zehn Minuten, die gewährleistet sein muss.

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Wahrscheinlich das dienstälteste Feuerwehrauto im Landkreis Roth

Dass im Jahr 2018 noch ein VW „Bulli“ der ersten Baureihe mit geteilter Windschutzscheibe Dienst bei einer Feuerwehr tut, ist fast ein kleines Wunder. Erstzulassung anno 1963 und seit 55 Jahren im Abenberger Ortsteil Beerbach zu Hause - das sind die wichtigsten Rahmendaten des seltenen Stücks. Auf das die ganze Mannschaft mächtig stolz ist.


Vier neue Fahrzeuge für Leinburg nötig

Das Konzept geht von vier Fahrzeugen aus, die im Zeitraum von 2022 bis 2025 ersetzt werden müssen: Es geht um das Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) der Diepersdorfer, das durch ein LF 20 ersetzt und durch einen Gerätewagen Logistik (GWL) ergänzt werden soll. Das Fahrzeug ist 26 Jahre alt und kann frühestens 2022 ausgeliefert werden. Der Wagen der Leinburger Wehr, ein LF 8/6 ist 25 Jahre alt und könnte bis 2023 ersetzt werden durch ein Tanklöschfahrzeug (TLF 3000). Das LF 8/6 der Gersdorfer, das 24 Jahre auf dem Buckel hat, sollte durch ein LF 10 ausgetauscht werden, zudem braucht Leinburg einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW).

Keine Drehleiter

Von der Anschaffung einer ursprünglich vorgesehenen Drehleiter habe man mittlerweile Abstand genommen, sie sei mit 800 000 Euro einfach zu teuer und nicht unbedingt notwendig.
Die Notwendigkeit der Neubeschaffungen erläuterte er unter verschiedenen Aspekten, wie die große Fläche von 30 Quadratkilometern, die das Gemeindegebiet umfasst, die Wohnbebauung, die in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe, die Entwicklung des Industriegebiets in Diepersdorf und die Anzahl der sogenannten "besonderen Objekte", die es zu schützen gilt, wie Kitas, Schulen, ausgebaute Hotelanlagen und landwirtschaftliche Betriebe. Ein weiteres Thema sei die Klimaveränderung, die zu hohen Waldbrandgefahren einerseits und Hochwasserlagen andererseits führen könne.

Brände nehmen wieder zu

Auch das Einsatzgeschehen streifte der Fachmann und betonte, dass das Brandaufkommen wieder etwas zunähme, wobei aber die technische Hilfeleistung weiterhin der dominante Part bei Alarmierungen sei. Beim Personal habe man weiteren Bedarf, vor allem was die Tagverfügbarkeit angeht, informierte Falk.

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Wie aus einem Bundeswehr-Unimog ein Feuerwehrauto wurde

Rund 61.000 Kilometer hatte der Unimog 435 (Baujahr: 1985) auf dem Buckel, als ihn die Feuerwehr Diespeck von der Bundeswehr übernahm. 988 Stunden Arbeit waren nötig, um das Gefährt für den ersten Einsatz flott zu bekommen. Wir zeigen die Verwandlung Schritt für Schritt.


Einsparung von 20.000 Euro

Er erwähnte, dass durch die Erstellung des Konzepts eine Einsparung von über 20 000 Euro bei der Anschaffung möglich sei gegenüber einer "konzeptlosen" Fahrzeugbeschaffung. Voraussetzung sei allerdings, dass das Konzept als Ganzes umgesetzt wird, denn die einzelnen Elemente sind aufeinander abgestimmt.
Ursprünglich war man von einer Gesamtsumme von knapp 1,3 Millionen Euro ausgegangen, nun stellt sich die Kostenrechnung folgendermaßen dar: Gesamtkosten 1 190 000 Euro, Förderbetrag 284 500 Euro, Gemeinde 950 500 Euro.
Allerdings wies er auch darauf hin, dass sich die Förderbedingungen wieder ändern könnten. Außerdem teilte er mit, dass man versucht habe, unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Förderrichtlinien beim Anschaffungszeitrahmen eine jährliche Belastung der Gemeinde auf 200 000 Euro zu beschränken.

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Viel Spaß am Wasserschlauch, auf der Drehleiter und im Feuerwehrauto

Viel Spaß hatten die Besucher beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Hilpoltstein. Sie konnten ihr Geschick mit dem Wasserschlauch testen, im Feuerwehrauto Platz nehmen und eine Schauübung miterleben. Außerdem wurden die neuen Funkgeräte vorgestellt.


Fragen der Gemeinderäte

Matthias Hummel wollte wissen, ob es Sinn mache, neue Fahrzeuge anzuschaffen, wenn das Personal so knapp bemessen sei. Dies sei berücksichtigt und eine ausreichende personelle Ausstattung selbstverständlich gewährleistet, versicherte Falk. "Wie kann die Förderung im schlechtesten Fall aussehen?", wollte Anke Reiche wissen.
Bürgermeister Thomas Kraußer teilte mit, dass die Förderbeträge fix und unveränderlich seien. Jutta Helmreich schließlich trieb die wichtige Nachwuchswerbung um. Auch sie konnte beruhigt werden, Christian Falk beteuerte, dass die Institutionen Kinderfeuerwehr und Jugendwehr "tolle Instrumente" seien, die erfolgreich für nachwachsende Feuerwehrkräfte sorgen, insbesondere die Kids-Feuerwehr in Diepersdorf sei augenblicklich 30 Mitglieder stark.

Gisa Spandler

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