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Noch nie dagewesener Rathaussturm: Wieder war der Schlüssel weg

Dank für tolle Zusammenarbeit, Engagement und Einfallsreichtum - 13.11.2019 10:00 Uhr

Pascal Czerwek überreichte Konrad Rupprecht als Dank für die närrische Zusammenarbeit den „Ewigen Goldenen Rathausschlüssel“. Um den echten hatte man in den vergangenen Jahren ja oft genug gerungen. | Foto: Anita Wilcke


Er wurde mit dem Auto vorgefahren, dann vom Vorsitzenden Renè Lange auf dem roten Teppich durch ein Spalier von Gardemädchen zur Bühne geleitet, während die kleinen Gardemädchen stürmisch um Autogramme baten. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen nahm Konrad Rupprecht dann auf einem Thron Platz und lauschte der Laudatio von Präsident Pascal Czerwek.

Fußabdruck aus Gips

Seit 1996 amtiert der Bürgermeister und in dieser Funktion verteidigte er das Rathaus immer gegen den Ansturm der Feucht-fröhlichen. Immer hatte er eine Gegenaktion oder zumindest eine gewiefte Ausrede parat, um den Rathausschlüssel zu verweigern. Dass es die Narren trotzdem schafften, lag nicht so selten an den unparteiisch parteiischen Schiedsrichtern.

Wie der Präsident ausführte, sollte für Rupprecht eigentlich ein Star of Fame in den Boden der neu renovierten Reichswaldhalle eingelassen werden. Da dies in seiner noch kurzen Amtszeit nicht mehr möglich ist, sollte wenigstens ein Fußabdruck von ihm genommen werden, der dann die Wall of Fame am Elferratstisch zieren wird. Und so drückte der Konny, wie ihn alle liebevoll nennen, seinen Fuß in den Gips und hinterlässt so auch für seinen Nachfolger große Fußstapfen für den Rathaussturm.

Gerührt und überrascht

„Kein Preis der Welt, keine Auszeichnung spiegelt die Dankbarkeit und Wertschätzung dafür wider, wie du dich um den Feuchter Fasching und das fränkisch-karnevalistische Brauchtum verdient gemacht hast in nun 24 Rathausstürmen“, lobte Czerwek.

Als Dank für diese tolle Zusammenarbeit, das Engagement und den Einfallsreichtum überreichte er den „Ewigen Goldenen Rathausschlüssel“, der ihm auch nach seiner Amtszeit das Betreten des Rathauses zu jeder Zeit ermöglicht. Sichtlich gerührt und überrascht nahm Konrad Rupprecht den Preis an und bedankte sich bei allen Aktiven für diese Ehrung. Trotzdem wollte er natürlich den Rathausschlüssel auch in diesem Jahr nicht so ohne Weiteres überreichen.

Elferräte als Präsidenten

Er forderte vom Präsidenten, alle bisherigen Präsidenten und Sitzungspräsidenten auf die Bühne zu holen und ihnen die Orden ihrer Amtszeit zuzuordnen. Weil nur Mecki Binder, Jürgen Gronert und Pascal Czerwek vor Ort waren, übernahmen Elferräte mit Masken die entsprechenden Positionen. Diese Finte musste der Bürgermeister anerkennen, konnte aber plötzlich den Schlüssel nicht mehr finden. Die Rettung nahte in Gestalt von Hexe Beate, die auf Kuschelkurs mit dem Bürgermeister gegangen war und den Schlüssel hinten in seinem Hosenbund entdeckt hatte.

Und so gelang es wieder, in das Rathaus einzuziehen, nicht ohne Konrad Rupprecht zu versichern, dass sie ihn in seinen nun ruhenden Amtsgeschäften würdig vertreten werden und er ihnen gern beim Konfetti-Ausschneiden helfen dürfe.

Anita Wilcke

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