Dienstag, 22.10.2019

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Rufmord? Anhaltende Kritik an Unternehmer Weber

Schwarzenbrucker wird Veröffentlichung rechter Botschaften vorgeworfen - 08.06.2019 14:52 Uhr

Auf der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag wurden heftige Vorwürfe gegen den örtlichen Unternehmer Klaus-Peter Weber erhoben. Der setzt sich jetzt zur Wehr.


Gegenstand der Kritik an Weber im Gemeinderat waren dessen Videos, in denen er regelmäßig Stellung nimmt zu tagesaktuellen Themen. Im Raum stand der Vorwurf, der Unternehmer transportiere mit seinen Videos rechte Botschaften. „Die mich kennen, wissen, dass ich nicht im Ansatz einer braunen Zunft zuzurechnen bin“, betont Weber. „Ich sage das in vielen Posts, dass ich das Nazi-System hasse und dass die Verwendung von Nazi-Symbolen auf das härteste bestraft werden muss.“ Jetzt stelle man ihn in die rechte Ecke und versuche, ihn fertig zu machen.

Annahme von Spenden abgelehnt

Seit vielen Jahren spende er für gemeinnützige Organisationen und unterstütze Menschen, die Hilfe brauchen. Deshalb ärgert ihn besonders die Einlassung des Fraktionschefs der Schwarzenbrucker SPD, der nun die Annahme von Spenden ablehnt, wenn sie von Weber kommen und dem Unternehmer empfiehlt, für Flüchtlinge zu spenden. Neugebauer war nach eigenen Angaben „schockiert“, als er sich Videos des Unternehmers angesehen hatte. Welche Inhalte ihn schockten, kam im Gemeinderat nicht zur Sprache. „Wenn man heute sagt, ich soll Geld für Flüchtlinge spenden, dann ist das böswillig“, ärgert sich Weber. „Ich habe seit Jahren die Flüchtlingshilfe unterstützt mit Geldspenden für die Kleiderkammer, für Rummelsberg.“ Zweieinhalb Millionen Euro habe er über Jahrzehnte gespendet. „Wenn man mich jetzt so mit Schmutz bewirft, dann macht mich das innerlich kaputt.“ Das sei Auslöser für seinen Zusammenbruch gewesen.

Klarstellung von Legat

Als besonders empörend empfindet Weber die Äußerung des geschäftsleitenden Beamten Sebastian Legat, gemeinnützigen Organisationen zu empfehlen, keine Spenden mehr von ihm anzunehmen. Legat allerdings macht im Gespräch mit der Redaktion deutlich, dass er keinen eigenen Vorschlag zum Thema brachte. In der Gemeinderatssitzung reagierte er lediglich auf eine Forderung der Grünen, gemeinnützigen Organisationen zu untersagen, Spenden von Weber anzunehmen. Einen solchen Beschluss können die Bürgervertreter gar nicht fassen. Wenn der Gemeinderat sich in diese Richtung aussprechen möchte, sei es maximal möglich, eine Empfehlung herauszugeben, stellte Legat klar.

Alex Blinten

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