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Samstag, 28.11.2020

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Seniorenzentrum in Feucht auf der Zielgeraden

Großes Interesse an Wohnungen und Pflegeplätze - Eröffnung im Februar - 10.11.2020 10:07 Uhr

Stapelweise Türen im Speisesaal: Lieferschwierigkeiten machten den ursprünglich für diesen Herbst geplanten Eröffnungstermin unmöglich. Links Kathrin Eibisch, Chefin des Gottfried-Seiler-Hauses, rechts Werner Schmidt, der Leiter der Rummelsberger Altenhilfe.

10.11.2020 © Alex Blinten


Das Seniorenzentrum Gottfried Seiler ist auf der Zielgeraden. Dass der noch Anfang des Jahres angepeilte Eröffnungstermin in diesem Herbst nicht gehalten werden konnte, liegt zum einen an einem Wasserschaden im zweiten Obergeschoss, der die Bauarbeiten im Sommer um mehrere Wochen zurückwarf, zum anderen an Lieferschwierigkeiten bei den Türen. Jetzt sind Diakon Werner Schmidt und Kathrin Eibisch aber guten Mutes, das Haus für Senioren im Februar einweihen zu können. Eibisch ist die künftige Leiterin des Gottfried-Seiler-Hauses. Gemeinsam mit Schmidt, dem Leiter der Rummelsberger Altenhilfe, führt sie durch den Neubau.


Immer mehr Fälle: Seniorenheime in Bayern kämpfen gegen Corona


Überaus groß sei das Interesse an Wohnungen und Pflegeplätzen in der neuen Senioreneinrichtung in Feucht, freut sich die angehende Chefin. Täglich hat sie Gespräche mit Senioren oder Familienangehörigen, die Auskünfte brauchen über Wohnungen und Pflegezimmer. Und regelmäßig führt sie Interessenten durchs Haus, so auch am gestrigen Nachmittag. "Es gibt nur positive Reaktionen", erzählt Eibisch. Die Besucher loben die Größe der Zimmer, die Aussicht und die Helligkeit der Räume. Neben den Zimmern mit insgesamt 80 Pflegebetten gibt es im Gottfried-Seiler-Haus auch 30 Wohnungen für Betreutes Wohnen. 20 sind bereits fest vermietet.

Zimmer mit ganz viel Licht: Besucher, die mit Kathrin Eibisch durchs Haus gehen, seien ausnahmslos begeistert, erzählt die angehende Einrichtungsleiterin.

10.11.2020 © Alex Blinten


"Pflege ist ein Tagesgeschäft"

Für einen Teil der Pflegebetten gibt es ebenfalls feste Interessenten, bisher 20, damit sind noch Plätze für 60 Menschen frei. Das sei nicht so viel, wie im ersten Moment gedacht, erläutert Werner Schmidt. "Pflege ist ein Tagesgeschäft." Ein alter Mensch kann von einem Tag auf den nächsten pflegebedürftig werden, etwa durch einen Schlaganfall, so dass die Familie ganz schnell einen Platz für ihn in einer Einrichtung braucht. Schmidt geht deshalb davon aus, dass die Pflegeplätze nicht lange frei bleiben werden.

Die Feuchter bilden bei den Interessenten an Heimplätzen und Wohnungen die größte Gruppe. "Viele Leute, die hier ihre Angehörigen in der direkten Umgebung unterbringen wollen, aber auch Familien, die ihre Verwandten aus entfernteren Einrichtungen jetzt nach Feucht holen", sagt Schmidt.

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20 Plätze in der Tagespflege

21 der insgesamt 30 Seniorenwohnungen sind Einzelzimmer-Appartements, neun sind Zweizimmerwohnungen. Außerdem gibt es eine Dreizimmerwohnung. Größtes Interesse bei potentiellen Mietern fanden bislang die Mehrzimmerwohnungen.

In der neuen Einrichtung wird es auch eine Tagespflege für 20 Gäste geben. Im Rahmen der Tagespflege können Angehörige ihre pflegebedürftigen Eltern oder Verwandten morgens ins Gottfried-Seiler-Haus zur Betreuung bringen und nachmittags wieder abholen.

2600 Euro Eigenanteil

Im Marktgemeinderat hat es Anfang des Jahres heftige Diskussionen über die Preisgestaltung der Rummelsberger Diakonie gegeben. Eine Reihe von Bürgervertretern äußerte sich damals bestürzt über die Höhe des Eigenanteils, den pflegebedürftige Hausbewohner zahlen müssen. 2500 Euro sollte der betragen. Tenor im Marktgemeinderat seinerzeit: Das kann sich doch kein Normalverdiener leisten. Eibisch weist darauf hin, dass der Eigenanteil zwischenzeitlich 2600 Euro beträgt, was unter anderem der Erhöhung der Löhne beim Pflegepersonal geschuldet ist.

Die Miete für das Betreute Wohnen im Gottfried-Seiler-Haus sei dabei moderat: Die günstigste Einzimmerwohnung kostet hier 613 Euro, Betriebs- und Heizkosten inklusive. Für 914 Euro ist die teuerste Wohnung mit drei Zimmern in der Einrichtung zu mieten. Auch hier sind Betriebs- und Heizkosten bereits eingerechnet.

Mit einem großen Tag der offenen Tür wollten die Rummelsberger eigentlich die neue Einrichtung in diesem Spätherbst präsentieren. Nun hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der weitere, noch unsichere Fahrplan, sieht eine Einweihung des Hauses am 22. Februar kommenden Jahres vor.am Sonntag, 13. Dezember wollten die Rummelsberger eigentlich die neue Einrichtung in diesem Spätherbst präsentieren. Nun hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schmidt und Eibisch haben jetzt einen neuen Termin im Auge. Vielleicht gelingt es, Tag der offenen TürMit einem großen

Axel Blinten

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