Verfolgungsjagd mit Hubschrauber: Polizei fasst BMW-Fahrer

23.2.2021, 15:14 Uhr

Am Montag gegen 23.50 Uhr wurden Beamte der Verkehrspolizei Erlangen an der Rastanlage Steigerwald-Süd (A3) auf einen Mann in einem geparkten BMW aufmerksam. Als die Streife den Pkw wegen einer Fahndungsnotierung einer Kontrolle unterziehen wollte, flüchtete der BMW-Fahrer bereits auf die A3 in Richtung Passau und beschleunigte stark. Während der Flüchtende mit teilweise deutlich über 200 km/h unterwegs war, wurden durch die Beamten weitere Streifen zur Unterstützung gerufen.

Um zu entkommen, setzte der BMW-Fahrer die Lichthupe mehrfach massiv missbräuchlich ein und überholte auf Höhe der Anschlussstelle Frauenaurach gar in einem Baustellenbereich neben der Hauptfahrbahn. Am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen wechselte der 28-Jährige auf die A73 in Richtung Nürnberg und überfuhr an der Kreuzung "An den Rampen" eine rote Ampel, wodurch die Streife ihn zwischenzeitlich aus den Augen verlor.

Hubschraubereinsatz und Geisterfahrt

Mit Hilfe des mittlerweile eingesetzten Polizeihubschraubers tauchte der BMW am Ende des Frankenschnellwegs wieder auf. Es folgte eine weitere Verfolgung von Reichelsdorf über Katzwang und Kleinschwarzenlohe bis nach Wendelstein. Erneut überfuhr der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zahlreiche rote Ampeln und schaltete zudem zwischenzeitlich sein Licht aus. Die Gefahr für weitere Verkehrsteilnehmer wurde an der Anschlussstelle Wendelstein immens größer, denn der BMW fuhr von dort bis Feucht als Falschfahrer auf der A73.


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Zum Stehen kam das Fahrzeug erstmals am Bahnhof in Ochenbruck. Als Streifen mögliche Fluchtwege versperrten, fuhr der BMW-Fahrer erneut los und rammte ein Streifenfahrzeug. Wenig später gab der Mann die Flucht auf und wurde festgenommen. An zwei Streifenwagen und am BMW, in dem bei der anschließenden Durchsuchung ein Baseballschläger, ein Blaulicht sowie mehrere verbotene Tabletten gefunden wurden, entstand ein erheblicher Sachschaden. Beim 28-Jährigen, der - wie sich herausstellte - ohne Fahrerlaubnis unterwegs war, ergab ein durchgeführter Urintest ein positives Ergebnis bezüglich berauschender Mittel. Die 25-jährige Beifahrerin, die die Verfolgungsjagd auf dem Rücksitz verfolgte, führte zudem eine geringe Menge Crystal Meth mit sich.

Gegen den Fahrer wurde ein Haftantrag gestellt, seine Lebensgefährtin wurde indes entlassen.