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Freitag, 27.11.2020

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Verheerende Liebe: 50 Katzen aus Haus in Burgthann gerettet

Feuerwehr konnte das Anwesen nur in Schutzkleidung betreten - 21.11.2020 14:21 Uhr

50 Katzen lebten in dem Haus in Burgthann. Nun werden sie kastriert und anschließend vermittelt.

21.11.2020 © Saharrr/stock.adobe.com


Auch zwölf Tage später zittert Ursula Wenings Stimme am Telefon. Über den Vorfall zu reden, der sich am Sonntag, 8. November, ereignet hat, fällt dem Vorstandsmitglied des Feuchter Tierheims nach wie vor schwer. Da nämlich wurde sie von Burgthanns Pfarrer Bernhard Winkler darüber informiert, dass sich in einem Anwesen in Burgthann viele Katzen befänden, die dringend betreut werden müssten.


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Der Geistliche war zuvor als Notfallseelsorger zum Haus gerufen worden, nach dem dort ein Mann verstorben war. „Es hieß, dort ist eine Person zu betreuen, also bin ich selbstverständlich hingefahren“, bestätigt Pfarrer Winkler auf Nachfrage. Nachdem sich die Frau des verstorbenen Mannes in ärztliche Hilfe begeben musste, war Burgthanns Pfarrer schnell klar, dass die vielen im Haus befindlichen Katzen so nicht mehr versorgt werden können – und leitete daraufhin weitere Maßnahmen ein. „Ich habe letztlich nur den Hinweis gegeben und mich an Frau Wening gewandt, weil ich wusste, dass sie im Tierheim Feucht für die Katzen zuständig ist“, sagt Winkler.

Mit Schutzkleidung und Atemmasken

Neben dem Tierheim wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Burgthann und Mimberg hinzugezogen. Dem Vernehmen nach konnten die Feuerwehrleute aufgrund der schwierigen Umstände vor Ort das Haus nur in Schutzkleidung und mit Atemschutzmasken betreten. Zusammen mit Mitarbeitern des Tierheims Feuchts wurden die Katzen in den folgenden Tagen eingefangen – auch mit Fallen. „Wir haben insgesamt 50 Katzen aus dem Haus befreien können“, sagt Wening.

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Anders als zunächst befürchtet, seien die Tiere jedoch „in einem guten Gesundheitszustand“ gewesen, obwohl es sich dabei – davon ist auszugehen – um Inzuchtkatzen handle. „Die jüngste Katze ist etwa ein halbes Jahr alt, die älteste ist rund acht Jahre alt. Es sind alles nette Tiere, sie haben keine körperlichen Mängel und sind wohlauf“, bestätigt Ursula Wening. Der Zustand der Katzen lege die Vermutung nahe, dass sich die Besitzer bis zuletzt gut um sie gekümmert hätten.

Grenzen der Kapazität erreicht

Schnell wurde jedoch klar, dass das Feuchter Tierheim an die Grenzen seiner Kapazität stößt und nicht in der Lage ist, alle 50 Katzen aufzunehmen. So konnten zehn Tiere an das Tierheim nach Erlangen übergeben werden, 16 weitere wurden vom Nürnberger Tierheim aufgenommen. Somit werden in Feucht nun 24 Katzen beherbergt, die aktuell noch nicht zur Vermittlung freigegeben sind. „In Absprache mit der Amtstierärztin werden die Katzen jetzt erst einmal kastriert und anschließend noch geimpft. Ich gehe davon aus, dass wir sie in zwei bis drei Wochen vermitteln können“, hofft Wening, einen Großteil der Katzen noch vor Weihnachten an Interessierte vermitteln zu können. Bis das Tierheim die Vermittlung öffentlich bekannt gibt, bittet es, von Anfragen abzusehen.

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Sowohl das Vorstandsmitglied des Tierheims, Ursula Wening, als auch Pfarrer Bernhard Winkler möchten den Feuerwehren aus Burgthann und Mimberg ihren Dank aussprechen. „Allergrößtes Lob an die Feuerwehren, die unglaublich geduldig und sehr akribisch mitgeholfen haben“, sagt Winkler. Ursula Wening ergänzt: „Das Tierheim Feucht möchte sich ganz herzlich bei den Feuerwehren für die hervorragende Hilfe bei der Tierrettungsaktion bedanken. Mit der Bitte an die Bevölkerung, die Wehren zu unterstützen, in welcher Form auch immer.“ Doch auch für Pfarrer Bernhard Winkler, der den Stein schließlich ins Rollen brachte, hat sie warme Worte übrig: „Mein Dank geht auch an Herrn Pfarrer Winkler, der die Beteiligten vor Ort großzügig mit Kaffee und Getränken versorgte.“


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Daniel Frasch

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