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FFF-Organisator: "Ich werde in nächster Zeit sicher nicht fliegen"

Fabian Schreiner bezieht Stellung zur Kritik an den Schülerstreiks - 19.09.2019 10:22 Uhr

Fabian Schreiner selbst lebt vegan und fährt lieber mit dem Interrail in den Urlaub. © Ute Möller


Fabian, kannst Du die Kritik noch hören, dass die Fridays sich mit den Streiks nur das Leben leicht machen wollen?

Fabian: Am liebsten würde ich dazu nichts mehr sagen. Wir demonstrieren ein Dreivierteljahr für eine neue Klimapolitik, da sollte klar sein, was uns wichtig ist. Sicher nicht, uns das Leben leicht zu machen. Es ist mit viel mehr Stress verbunden, nicht in die Schule zu gehen.

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Der Klimawandel macht auch vor Bayern nicht Halt. Bis zum Jahr 2100 soll es bis zu 4,5 Grad wärmer werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf das Leben im Freistaat.


Warum denn das?

Fabian: Wer zu den Demos geht, muss aktiv Regeln brechen und wird in seiner Schule mit den Folgen konfrontiert. Aber ohne das hätten wir nicht diese Aufmerksamkeit gekriegt.

Die Kritik an Euch in den sozialen Medien ist manchmal drastisch, fast so, als fühlten sich die Leute von Euch persönlich angegriffen.

Fabian: Einige nehmen es tatsächlich persönlich, wenn man ihnen die Fakten nennt. Etwa dass unser Fleischkonsum mit dem Abbrennen des Regenwaldes zu tun hat. Uns geht es aber um eine Kritik am System.

Quiz zu Fridays for Future: Wie gut kennen Sie die Umwelt-Bewegung?

© HANNA FRANZEN/AFP

Die Fridays-for-Future-Bewegung ist in aller Munde. Aber wofür kämpft sie? Wer ist Initiator? Das und viel mehr möchten wir in unserem Quiz von Ihnen wissen!

© Susan Walsh, dpa

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Frage 1/10:

Woher kommt Fridays-for-Future-Gründerin Greta Thunberg?

Zum Einstieg eine zugegeben einfache Frage - Greta Thunberg wurde am 3. Januar 2003 im schwedischen Stockholm geboren.

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© Christian Ditsch, epd

Frage 2/10:

Wann fand der erste weltweit organisierte Klimastreik statt?

Ein wenig hat es zwar gedauert, bis die Fridays-for-Future-Bewegung auch international große Wellen schlug - am 15. März 2019 war es dann aber soweit. Fast 1,8 Millionen Menschen nahmen weltweit an den Demonstrationen teil.

© Kirsty Wigglesworth

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Frage 3/10:

Wie lange dauerte Thunbergs Atlantik-Überquerung mit dem Segelschiff?

Thunberg verzichtet auf Flugreisen, weil auf diesen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Deshalb entschied sie sich dazu, den Weg über den Atlantik per Hochsee-Segeljacht auf sich zu nehmen. Die Überfahrt dauerte zwei Wochen.

© Christoph Schmidt/dpa

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Frage 4/10:

FFF wurde gegründet, um das Ziel aus dem Pariser Übereinkommen sicherzustellen. Wie lautet ein Ziel?

Ursprünglich hatten sich die Länder auf zwei Grad geeinigt, es später aber auf Drängen einiger Staaten sogar verschärft.

© ANDREW CABALLERO-REYNOLDS, AFP

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Frage 5/10:

Wann verweigerte Greta Thunberg den Unterrichtsbesuch zum ersten Mal, um zu streiken?

Obwohl die Bewegung durch ihre Freitags-Streiks bekannt geworden war, fand Thunbergs erster Streik tatsächlich an einem Montag statt. Der Grund dafür ist simpel: Es war der erste Schultag nach den Ferien.

© Stefan Hippel, NN

© Christian Mangvia www.imago-images.de, imago images / Christian Mang

Frage 6/10:

Fridays for Future versteht sich als "Graswurzelbewegung". Was bedeutet das?

Der Begriff kommt aus dem angloamerikanischen Sprachraum ("grassroots movement").

© via www.imago-images.de, imago images / Joko

© Daniel Naupold, dpa

Frage 7/10:

Gestreikt wird immer Freitags. Aber wieviele Freitage hat das Jahr 2019 überhaupt?

Das Jahr 2019 hat 52 Freitage. Fun fact: 2019 gab es jeden Wochentag nur 52-mal, außer den Dienstag - den gab es 53-mal. 53 Freitage hatte zuletzt übrigens das Jahr 2016.

© NICHOLAS KAMM, AFP

© Kay Nietfeld, dpa

Frage 8/10:

Welcher deutsche Politiker bezeichnete Klimapolitik als "Sache für Profis"?

"Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen.", so Lindner, der dafür mächtig Kritik erntete.

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Frage 9/10:

Die PARTEI warb auf einem Wahlplakat mit "Fridays for Futur 2". Welcher Satz wäre dann korrekt?

Futur 2 ist die vollendete Zukunft, dementsprechend wäre "Die Welt wird untergegangen sein" korrekt.

© Giuseppe Cicciavia www.imago-images.de, imago images / Pacific Press Agency

© Uncredited/Vatican Media/AP/dpa

Frage 10/10:

Was stand auf dem Zettel, den Greta Thunberg bei ihrer Audienz beim Papst hochhielt?

© HANNA FRANZEN/AFP

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Dann hier entlang!

Was sagst Du zu dem Vorwurf, dass die Fridays selber gar nicht so vorbildlich leben, wie sie tun?

Fabian: Wer zu den Demos geht, befasst sich intensiv mit den Themen und wird natürlich umweltbewusster. Ich fühle mich moralisch verpflichtet zu handeln und esse zum Beispiel vegan und fahre Rad. Aber mein Einfluss auf andere ist als Einzelperson gering, Demos haben eine größere Wirkung. Nachdem die Freiwilligkeit in den letzten 40 Jahren nicht funktioniert hat, brauchen wir radikale politische Veränderungen. Vielen ist die Dramatik nicht bewusst.

Wie bist Du selber im Sommer verreist?

Fabian: Mit Interrail. Ich würde aber Leute nie persönlich dafür angreifen, wenn sie fliegen. Es gibt krasse Regionen in der Welt, da kommt man nur mit dem Flugzeug hin. Das größere Problem sind ja auch die Businessflüge. Aber ich werde in nächster Zeit sicher nicht fliegen.

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