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150 Jahre: Kunreuth feiert seine Feuerwehr

Festzelt konnte die vielen Gäste kaum fassen - 20.05.2019 15:14 Uhr

Weil die örtliche Wehr zu ihrem Jubiläum so viele Gäste begrüßen durfte, schlängelte sich ein nicht schier nicht enden wollender Festzug durch den malerischen Ortskern. Ziel war das Festzelt, das die vielen Gäste kaum fassen konnte. © Foto: Franz Galster


Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als die Jubelwehr und ihre Gäste sich am Nachmittag mit Fahnen am Haus von Landrat und Schirmherrn Hermann Ulm zum schier endlos scheinenden Zug durch den Ort aufstellten. Ein Höhepunkt war dabei die von der Jugend renovierte, erste Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1883.

Bunte, alte Trachten oder auch Trägerinnen von wertvollen Hochzeitskronen lockerten das Bild auf. Zahlreiche Prominenz begleitete den Zug, der gerade am Fachwerkensemble des Ortes ein besonders symbolhaftes Bild bot. Viele Zuschauer säumten die Straßen von Kunreuth.

Keine langatmigen Grußworte

Das große Festzelt konnte nach dem Fahneneinzug die vielen Gäste kaum fassen. Hans Jürgen Held begrüßte als Vorstand der Jubelwehr die Gäste und machte klar, dass es keine langatmigen Grußworte geben werde. Tatsächlich hielten sich alle Redner sehr diszipliniert daran.

Unter den vielen prominenten Gästen hieß Held von politischer Seite Thomas Silberhorn (CSU), Umweltminister Torsten Glauber (FW) und Andreas Schwarz (SPD) willkommen. Unter den weiteren Ehrengästen nannte er unter anderem Altbürgermeister und Ehrenmitglied Helmut Ulm, sowie Ehrenmitglied Hans Rackelmann. Pfarrer Jochen Müller hatte bereits am Vormittag den Blaulichtgottesdienst im Festzelt ökumenisch mitgestaltet.

"Das habt ihr großartig gemacht", zollte Schirmherr Hermann Ulm dem Jubelverein für die Ausrichtung des Festes großen Respekt. Er selbst gehört der FFW in seinem Heimatort, trotz seiner vielen offiziellen Verpflichtungen als Landrat noch aktiv an. Er nennt sie gerne "meine Wehr". Kurz reflektierte er die Höhepunkte des Jubelfestes mit der eindrucksvollen Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrtages am Donnerstag als Auftakt, der Jugendolympiade am Samstag, dem schönen Programm mit Kreisfeuerwehrtag am Sonntag, dazwischen zwei unterhaltsame Abende mit Musik und fränkischer Comedy.

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Große Feier, langer Festzug: Kunreuth feiert 150 Jahre Feuerwehr

Ein ganzes Festwochenende liegt hinter den Kunreuthern und auch hinter allen anderen, die sich im Landkreis und darüber hinaus dem Feuerwehrwesen verbunden fühlen: In Kunreuth wurde die Wehr 150 Jahre alt - und feierte dieses Fest mit dem Kreisfeuerwehrtag, mit guter Stimmung im Festzelt, mit zahlreichen Ehrengästen und zu guter Letzt mit einem Festzug, der schier nicht enden wollte.


Auch Ewald Maier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, die die Feierlichkeiten sponserte, gratulierte der Wehr — mit einem eigens verfassten Gedicht.: "Der Lohn ist karg, sie bekommt keine Mark", würdigt er an einer Stelle den Einsatz der Männer und Frauen für ein Amt, das die Gemeinschaft zusammenhalte. Mit einem besonderen Gruß an Altbürgermeister Helmut Ulm schloss sich Bürgermeister Konrad Ochs an. Auf die Jubelwehr sei er stolz, eine Wehr, die weiß, mit Wasser umzugehen.

Für die Patenwehr aus Ermreus gratulierte Vorsitzender Bernd Distler, für die Patenwehr aus Weingarts Vorsitzende Theresa Kaul. Albrecht Graf von Egloffstein erinnerte an das 100. Gründungsfest der Wehr, als er sich, noch Student, im Schloss von Kunreuth niederließ. Er lud den Jubelverein zum Familiensitz nach Pappenheim ein.

Hans Jürgen Held versäumte auch nicht, den sechs Musikgruppen für ihre musikalische Begleitung beim Festzug zu danken. In Kunreuth, wo es bergab und bergauf gehe, sei das Spielen unterwegs besonders anstrengend. Den musikalischen Ausklang gestaltete die Festkapelle aus Weingarts. Auf Jubiläumsgeschenke wurde zu Gunsten einer Spende für den ASB-Wünschewagen verzichtet. 

FRANZ GALSTER

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