Absage? Bekenntnis zum Fränkische-Schweiz-Marathon steht

26.2.2021, 16:19 Uhr
In den Startlöchern: Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass der Fränkische-Schweiz-Marathon heuer stattfinden kann – notfalls auch mit Auflagen.

In den Startlöchern: Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass der Fränkische-Schweiz-Marathon heuer stattfinden kann – notfalls auch mit Auflagen. © Foto: Ralf Rödel

"Wir sind zuversichtlich, dass die Ausweitung des Impfangebotes in den nächsten Monaten eine Durchführung am 5. September möglich macht", so die neue Marathon-Chefin Marion Rossa-Schuster. Dann könnten die Läufer in gewohnter Weise durch das Wiesenttal rennen. "Wir wollen ein Signal setzen, dass normales Leben wieder möglich sein wird. Und viele brennen nach der langen Zwangspause darauf, wieder die Schuhe zu schnüren", sagt die passionierte Ausdauersportlerin.

Zumal die beiden anderen Wettbewerbe der Oberfränkischen Marathon-Krone, der Obermain-Marathon und der Frankenweg-Trail, bereits auf das Jahr 2022 verschoben werden mussten. Im Vorjahr war der FS-Marathon im Juli abgesagt worden.

Auch einen Plan B hat man in der Tasche. Falls sich die Impfungen verzögern sollten. Da könne man notfalls mit einer Begrenzung des Starterfelds und zeitlich gestaffelten Starts das Teilnehmerfeld auseinanderziehen. Für Nicht-Läufer gelte dann: "Im Start-/Ziel-Bereich müsste dann – je nach aktueller Pandemielage – vermutlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden", so Rossa-Schuster.

Kein finanzielles Risiko

Vorerst aber denkt man an eine uneingeschränkte Durchführung, für die man sich ab dem 1. März anmelden kann. Das Startgeld werde erst fällig und auch abgebucht, wenn die Austragung endgültig beschlossene Sache sei. Damit gehe keiner der Teilnehmer ein finanzielles Risiko ein.

Etwas verärgert ist man beim Veranstalter allerdings, dass der Challenge-Triathlon in Roth, der bislang immer Anfang Juli stattgefunden hatte, nun auf dasselbe Wochenende wie der Fränkische-Schweiz-Marathon verschoben wurde. Marion Rossa Schuster: "Damit macht man uns schon Konkurrenz. Aber auf einen ,kleineren‘ Veranstalter nimmt man wohl keine Rücksicht."

Mit früheren Starts auch beim Halbmarathon soll für die Zuschauer eine kompaktere Veranstaltung geboten werden. Für die Athleten hat das den zusätzlichen Vorteil, dass sie zum Großteil im Ziel sind, sobald die Mittagshitze Bestzeiten deutlich erschwert. Streckenrekorde werden dadurch wahrscheinlicher.

Handbiker bleiben dabei

Beim Handbike-Marathon bleibt vorerst alles beim Alten, man wolle den Wettbewerb als Zeichen der Inklusion für Sportler mit Handicap weiterführen. Auch die Strecke bis nach Behringersmühle habe sich bewährt. "Im Schatten der Burgruine Neideck kann man bei den Handbikern die absolute Weltspitze sehen", so Rossa-Schuster.

Einen Ansturm erwartet sie beim Halbmarathon. "Das ist ein sehr populärer Wettbewerb, noch dazu tragen wir die bayerischen Meisterschaften aus." Das locke noch einmal rund 200 Sportler mehr an, darunter auch die besten aus dem Freistaat. Deshalb will man von Seiten des Landkreis-Sportamts auch die Halbmarathon-Läufer vor den 10 KilometerStartern auf die Bundesstraße lassen – damit man sich nicht gegenseitig in die Quere kommt.

Ganz normal laufen zunächst auch die Planungen für die Bambini- und Schülerläufe sowie den Zehntel-Marathon als Appetitmacher einen Tag zuvor, am Samstag, 4. September, die sich insbesondere an Lauf- Einsteiger, Kinder und Jugendliche wenden.

Neu im Angebot: "Run & Bike"

Neu ist das Format "Run & Bike":  Einer läuft und einer radelt. Das kann wenige hundert Meter, aber auch einige Kilometer gehen. Dann wechseln sich beide ab. Der Läufer kann dann im Sattel etwas durchatmen, der Radfahrer sich auf dem Asphalt die Füße vertreten. „Run & Bike“ nennt sich das ungewöhnliche Format. In Bayern gibt es derzeit nur in Coburg etwas Vergleichbares – beim Fränkische-Schweiz-Marathon feiert diese neue Disziplin am 5. September Premiere.

22,2 Kilometer müssen die Duos zwischen Ebermannstadt und Burggaillenreuth überwinden. "Natürlich ohne elektrischen Hilfsmotor, nur mit eigener Muskelkraft,“ so Rossa-Schuster, seit Januar die neue Leiterin des Landkreis-Sport- und Kulturamtes. Zudem gelte Helmpflicht. 

Die Idee zu „Run & Bike“ hatte Michael Cipura. Der erfahrene Lauftrainer aus Pretzfeld hat einen „Run & Bike“ auch schon am eigenen Leib erlebt und war begeistert. "Ein bisschen ähnelt es dem Intervall-Training von Ausdauersportlern oder dem Koppel-Training der Triathleten.“

"Tolles Teamerlebnis"

Die Strecke durch das Wiesenttal während des autofreien Sonntags sei dafür geradezu geschaffen, da kaum Hügel zu überwinden seien. Mitmachen darf man ab 16 Jahren in den Wertungen männlich, weiblich und mixed. Cipura: „Das stärkt das Teamerlebnis mehr als ein Staffellauf, bei dem man nacheinander unterwegs ist.“ 

Mit rund 50 Teams rechnet Rossa-Schuster, die den innovativen Ansatz lobt, der neue Zielgruppen für das Lauferlebnis begeistern könne.

Dankbar ist man im Organisationsteam auch dafür, dass alle langjährigen Unterstützer und Sponsoren wieder zuverlässig mit im Boot sind.

 

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