Sonntag, 15.12.2019

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"Alter Willi" und "Scharfer Peter": So war der Tag der Brennereien

Neben Geisten und Bränden gab es auch besonderes Bier zu genießen - 20.10.2019 18:50 Uhr

Insgesamt elf Brennereien öffneten ihre Türen im "Genießerland rund um das Walberla". © Rolf Riedel


Die Obstbrennerei "Waldenhof" die inzwischen schon in der dritten Generation besondere Obstbrände und Liköre aus Früchten aus den eigenen Obstgärten verarbeitet und destilliert, die Brennerei Singer die sich auf Spezialitäten wie Kirsch- und Quittensecco, Sauerkirsch-Beeren-Cuvee oder den Charlemagner und Fränkischen Whisky konzentriert und der Bioland-Hof Willibald Schmidt der schon vor 25 Jahren auf ökologischen Landbau umgestellt hat und nicht nur die Früchte zu Schnaps verarbeitet, sondern eine riesige Obstsortenausstellung bietet und das Bio-Obst auch verkauft, halten wie auch noch zehn andere Brennereien und drei Brauereien ihre Türen im "Genießerland rund um das Walberla" weit geöffnet.

Das ist noch nicht alles, neben sortenreinen Bränden aus Kirsche, Williamsbirne oder Mirabelle bietet der Bioland-Hof noch den "Cidre" einen Apfelwein und alle drei verwöhnen ihre Besucher natürlich mit Zwiebelkuchen und fränkischem Federweißen, mit Bratwürsten, Kraut und Baggers, selbst gebackenen Kuchen. Auch gibt es nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr mit dem Liason 18, einem Apfelbrand, in diesem Jahr den "Liason 19", einen Birnenbrand aus den 30 verschiedenen Birnensorten, die auf den sonnenreichen Hügeln reifen, und bei dem die besten Destillate sich zusammen, zu diesem Meistercuvee in einem besonderen Holzfass entwickeln durften.

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Schnaps an jeder Ecke: So war der Tag der offenen Brennereien

Jedes Jahr am dritten Sonntag im Oktober erlebt Mittelehrenbach, ein Ortsteil der Gemeinde Leutenbach in der Fränkischen Schweiz, einen besonderen Besucheransturm: Dann dreht sich beim Tag der offenen Brennereien und Brauereien alles um "Geiste und Brände". Doch nicht nur hier, in vielen Ortschaften rund ums Walberla wurde gekostet und geprobt. Wir haben die Bilder!


Von Mittelehrenbach ist es nicht weit nach Dietzhof, wo die Brennerei Siebenhaar nicht nur Charlemagner und Apfel-Secco sondern auch eine reichhaltige Palette ausgezeichneter Brände und Geiste anbieten kann. Da kann man auch Marmela-den verkosten und deftig fränkisch essen, es gibt auch urfränkische Bäckereien wie Küchla und Urrädla. Von Dietzhof ist es nur ein Sprung nach Leutenbach zum Brauerei-Gasthof Drummer, wo seit 1738 schon gebraut wird und man sich alle Stunde an einer Brauereiführung beteiligen kann. Eine kleine Schleife führt nach Schlaifhausen zur Edelbrennerei Kern wo man die Kühe hautnah erleben kann und man neben den vielen Spezialitäten sich auch einen Milchlikör auf der Zunge zergehen lassen kann.

Da denkt man auch an die vielen Kinder: Es gibt einen Streichelzoo und eine Strohhüpfburg. Einen kleinen Abstecher erfordert der Peterhof in Ortspitz. Aber die Mühe lohnt sich, die Reicholds haben sich einiges einfallen lassen: Neben den bekannten Geisten und Bränden gibt es einen "Alter Willi" und ganz neu von Alfons Schuhbeck inspiriert den "Scharfen Peter" eine Kräuter-Ingwer Marriage. Neu auch eine gepflegte Cocktail-Bar in der man sich die hauseigenen Brände in raffinierten Mischungen auf der Zunge zergehen lassen kann.

Mit Schäuferla und Bratwürsten

In Dobenreuth findet man die kleine Brennerei von Erich Lang, der sich auf ein paar besondere Gaumenschmeichler spezialisiert hat und in Weingarts kann man den "Feesenhof" von Georg Beutner wohl kaum übersehen der für seine Apfelbrände aus dem Holzfass und den Charlemagner bekannt ist. Vom Holzkohlengrill kommen die Fränkischen Bratwürste, es gibt Schäuferla und auch Kaffee und frischgebackene Küchla und Kuchen. Ebenfalls in Weingarts die Brennerei – Cafe – Hofladen "Geistreich" wo die Familie Engelhardt als Besonderheit einen Topinambur- und Holunderbeerenbrand, Sauerkirsch- und Williamslikör anbietet. Besonders an diesem Tag gibt es Krenfleisch mit Kloß und Zwiebelkuchen mit fränkischem Federweißen.

Auch in Pretzfeld gibt es zwei Adressen die sich lohnen: die Edelbrennerei von Haas die für ihre Wildfruchtbrände ausgezeichnet ist und am Tag der offenen Tür einen neuen Whisky und einen Sonderbrand vorstellte. Gegenüber die Nikl-Bräu, die kleinste Handwerksbrauerei in der Fränkischen Schweiz und vielen besonderen Bieren wie das "Nikl-Zwickl" wo man zu deftigen Brotzeiten sich die Musik von "Blechhulza" anhören konnte. Über den Berg dann die Thuisbrunner Elch-Bräu wo ein besonderes Bier gebraut und ein ebenso besonderer Whisky gebrannt wird, dessen Ruf inzwischen über den Atlantik bis nach New York gedrungen ist. Und um keinen zu vergessen muss man noch hinzufügen, dass auch die Edelbrennerei Heilmann in Gosberg und das Gasthaus Sponsel in Kirchehrenbach mit von der Partie waren. Unter den Autokennzeichen war nicht nur die Metropolregion stark vertreten, auch die Landeshauptstadt, das Ruhrgebiet und das Münsterland waren präsent.

Rolf Riedel

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