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Dienstag, 09.03.2021

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Anette Kramme erneut in den Bundestag?

Kein Gegenkandidat auf SPD–Wahlkreiskonferenz - 10.10.2016 18:00 Uhr

Anette Kramme kandidiert wieder für Bayreuth/Forchheim.

10.10.2016 © Foto: Riedel


Von 91 Stimmen erhielt Kramme 81 Ja-Stimmen. Fünf Delegierte stimmten mit Nein, fünf enthielten sich. Zum Bundeswahlkreis 237 gehören Stadt und Kreis Bayreuth sowie Teile des Landkreises Forchheim.

„Wir sind schon ganz zufrieden mit Dir und da spreche ich wohl für die meisten“, sagte Egmont Monz aus Mistelgau. Es gebe aber einige Punkte, wo sich Kramme für eine andere Politik einsetzen müsse. Monz sprach sich entschieden gegen eine Fortsetzung der großen Koalition aus, da die CSU „teils ein menschenverachtendes Weltbild“ vertrete, und erntete Applaus.

Kramme hatte die Union als „manchmal ausländerfeindlich“ und „in weiten Teilen vorurteilsbeladen und stockkonservativ“ kritisiert. Am lautesten klatschten die Genossen bei dem Satz: „Nahezu kein Problem der Menschen in Deutschland hat etwas mit Ausländern und Flüchtlingen zu tun“.

Noch schlimmer: die AfD. Sie vertrete menschenfeindliche Positionen, sei in ihrer Spitze rechtsradikal, benutze absichtsvoll die Sprüche der Nazis, sagte Kramme und belegte dies mit Zitaten. Darüber hinaus sei die Partei frauen- und schwulenfeindlich und lehne in fast allen Landesverbänden die Inklusion von Behinderten ab. Die Partei sei arbeitnehmerfeindlich, weil sie Mindestlohn und Arbeitszeiterfassung ablehne und das Rentenalter anheben wolle.

Das SPD-Wahlprogramm ist noch in Arbeit, sagte die Juristin. Sie wolle sich einsetzen für Überlastungsschutz am Arbeitsplatz, die Stärkung der gesetzlichen Krankenversicherung, des sozialen Wohnungsbaus, ein Recht auf Ganztagsschule und Nachbesserungen bei der Rente, damit sie nicht weiter absinkt. Kramme sprach sich dafür aus, die Beiträge zu erhöhen.

Kramme ist seit 1998 Mitglied des Bundestages, in dieser Legislaturperiode als Parlamentarische Staatssekretärin im Arbeitsministerium.

KATHARINA WOJCZENKO

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