Aufgebohrte Erlanger vermiesen dem HC Forchheim Weihnachten

13.12.2015, 18:54 Uhr
Kilian Kiesel (Nummer 10) erzielte drei Treffer für den HC Forchheim, insgesamt reichte es gegen verstärkte Erlanger aber nicht.

Kilian Kiesel (Nummer 10) erzielte drei Treffer für den HC Forchheim, insgesamt reichte es gegen verstärkte Erlanger aber nicht. © Roland Huber

Vor dem Spiel hatte Trainer Dirk Samel vor dem dritten Anzug der Erlanger gewarnt. Vor dem Derby hatten die Erlanger gegen den drittplatzierten TV Erlangen-Bruck ein überraschendes Unentschieden erkämpft. Dieser Erfolg war allerdings einer Art interner Frischzellenkur zu verdanken. Die in der Bayernliga erfolgreiche U 21 hatte das Team verstärkt. Und der Bayernliga-Spielplan ermöglichte diese Hilfestellung auch gegen Forchheim. Immerhin: Der verletzte Yannik Schulz und Dominik Hecht standen Trainer Samel wieder zur Verfügung. Zusätzlich holte er Nachwuchstalent Stefan Bauer aus der A-Jugend in die erste Formation.

Hauch von Bayernliga in Forchheim

Als das Erlanger Team auflief, wehte ein kräftiger Hauch Bayernliga durch die Realschulhalle. Von den vielen Bayernliga-Talenten wollten sich die Forchheimer aber nicht beeindrucken lassen. Nach zehn Minuten stand es 6:6. Für jeden Zuschauer war jedoch zu erkennen, dass hier nicht die Erlanger spielten, die den letzten Tabellenplatz zu verantworten hatten. So konnte der heimische HC aus einer doppelten Überzahlsituation kein Kapitel schlagen.

Weitere zehn Minuten hielt die Samel-Truppe dem Erlanger Druck stand (12:13), dann konnte sich der Gast erstmals mit vier Toren absetzen (12:16). Den Gastgebern fehlte besonders in dieser Phase das in solchen Spielen notwendige Quäntchen Glück, mehrmals trafen sie nur den Pfosten. Auf der anderen Seite hatte die Abwehr immer weniger Zugriff auf das clever und vielseitig angelegte Erlanger Angriffsspiel. Mit 16:20 ging Forchheim in die Pause.

Nach Wiederanpfiff gelang den Erlangern ein 3:0-Lauf, der im Nachhinein das Spiel entschied. Forchheim konnte sich zwar noch einmal herankämpfen (23:25), die Gäste hatten aber immer die Antwort parat.

Angriff o.k., Abwehr nicht

Dem HC Forchheim und Trainer Samel stand angesichts des Endstandes von 32:38 die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben. „Formal sind wir gegen den Tabellenletzten angetreten, real haben wir gegen ein Bayernliga-Team verloren. 32 Tore im Angriff sind o.k.. Aber in der Abwehr haben wir nicht die notwendige Leistung abrufen können, die wir für ein besseres Resultat gebraucht hätten“, so Samel. Zum Abschluss der Hinrunde wartet im Januar der nächste schwere Gegner auf die viertplatzierten Forchheimer, da geht es zum Spitzenreiter nach Herzogenaurach.

Forchheim: Albrecht, Wiebe; Schindler (7), Sitzmann (1), Neumann (5), Mückusch (1), Engel, Sekolec (5), Epp, Kiesel (3), Hallman (6/1), Klingert, Ochs (2), Bauer (2).

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