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B 470: Überholverbot gegen Unfälle?

Wie kann die gefährliche Strecke zwischen Wimmelbach und dem Pilatus-Kreisverkehr entschärft werden? - 19.04.2021 08:00 Uhr

Auf der B 470 zwischen Wimmelbach und dem Pilatus-Kreisverkehr ereignen sich immer wieder schwere Unfälle. Der Ruf nach Tempolimit und/oder Überholverbot wird daher immer lauter.

18.04.2021 © Foto: Julian Hörndlein


Dieser Unfall ist ein weiterer Eintrag in der langen Historie an Autounfällen, die auf dieser Strecke immer wieder passieren. Im Juni 2018 kam eine 35-Jährige bei einem Überholmanöver um, eine weitere Frau und zwei Kinder wurden bei einem weiteren Unfall schwer verletzt.

Immer wieder werden die Rufe nach Maßnahmen auf der Strecke laut, wie Dieter Gößwein, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Hausen, weiß. "Die Strecke verleitet zum schnellen Fahren", erklärt er. Das liegt vor allem in der Form der Straße begründet. Von Wimmelbach aus kommend verläuft die Straße in einer leichten Linkskurve, die auf Höhe des Parkplatzes in ein längeres gerades Stück mündet. Kurz nach dem Parkplatz führt die Straße durch ein Waldstück und läuft dann abfallend in einer Rechtskurve zum Kreisel.

Gößwein, selbst Wimmelbacher, weiß von Forderungen nach Tempo 70. "Da drücken die Bürger drauf", meint er. Auch ein Überholverbot taucht immer wieder in der Diskussion auf. Die Gemeinde hat bereits bei der Polizei vorgefühlt, ob solche Maßnahmen an dieser Stelle überhaupt möglich wären. "Wir haben jedoch wenig Hoffnung, dass sich an der Situation etwas ändert", so Gößwein.

Situation ist bekannt

Wenn auf der Bundesstraße Unfälle passieren, sind verschiedene Akteure in der Zuständigkeit, um die Gefahrenlage zu bewerten. "Die Situation auf der B 470 ist bekannt", teilt Sabrina Hörl vom Staatlichen Bauamt in Bamberg mit. Sie verweist auf die Unfallkommission, die aus Polizei, Staatlichem Bauamt und der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt Forchheim besteht. Passiert ein Unfall, schätzt die Unfallkommission die Lage ein und veranlasst gegebenenfalls Maßnahmen.

"Auf Veranlassung der Unfallkommission wurden im Streckenabschnitt zwischen Wimmelbach und dem Kreisverkehr in den vergangenen Jahren bereits gemeinschaftlich straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen festgelegt, die durch die Untere Straßenverkehrsbehörde angeordnet wurden", berichtet Hörl. Das bestätigt auch das Landratsamt: "Es wurden zusätzliche Hinweise auf Linksabbieger aufgestellt und die Geschwindigkeit vor dem Kreisel auf 50 Stundenkilometer reduziert", erklärt Landratsamtssprecher Holger Strehl. Diese Maßnahmen hätten bereits Wirkung gezeigt. "Seit der Umsetzung dieser verkehrsrechtlichen Maßnahmen ist die Unfallentwicklung rückläufig", heißt es aus dem Staatlichen Bauamt.

Wie es nach dem aktuellen Unfall im März weitergeht, steht noch nicht fest. "Die Ermittlung der Unfallursache ist noch nicht abgeschlossen", meint Strehl. Sobald das geschehen sei, könne die Unfallkommission zusammentreten. Ob es dann zu einem Überholverbot oder einer Temporeduzierung kommt, wie sich Anwohner und Lokalpolitik wünschen, stehe jedoch nicht fest.

JULIAN HÖRNDLEIN

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