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Basketball: Hochburg Eggolsheim soll wieder strahlen

Bayernligist hofft auf fruchtbare Mischung aus Routine und Jugend - 04.08.2019 14:38 Uhr

Neue Gesichter auf und neben der Trainerbank sind ab Herbst in der Eggerbachhalle zu sehen. © Foto: Roland Huber


Während der nun veröffentlichte Spielplan gleich ein attraktives Heimspiel am 28. September gegen Schweinfurt beschert, absolvieren die Korbjäger bis zum Ausklang der Schulferien einen Athletik-Zyklus mit zwölf Einheiten in vier Wochen. Dass in Carsten Richter der dritte Trainer binnen drei Jahren bereits kurz nach Pfingsten zum ersten Training zusammenrief, ist nach den Erfahrungen der vergangenen drei bangen Bayernliga-Spielzeiten nicht so neu wie der auf organisatorischer Ebene eingeschlagene Weg der DJK. Die personell trotz einigen Eigengewächsen immer öfter ausgedünnte Auswahl tritt in einem Zusammenschluss mit der zweiten Mannschaft von Kooperationspartner TTL Bamberg an, der eben auch Richter als Übungsleiter entsendet.

"Eine Win-Win-Situation"

"Ich wollte mir zu einem frühen Zeitpunkt erste Eindrücke verschaffen. Die Jungs kannten sich ja nicht, dafür harmoniert es schon ganz gut", erklärt der gebürtige Rostocker, der seine aktive Laufbahn in der Regionalliga jäh beendet hatte und erst nach dem beruflichen Wechsel ins Fränkische wieder mit dem Basketball-Betrieb in Kontakt kam. "Als Trainer habe ich die Leidenschaft neu entdeckt", sagt der 29-Jährige Inhaber einer C-Lizenz, der schon als Jugendlicher jüngere Jahrgänge betreute und sich in sechs Jahren beim Ausbildungsklub TTL Bamberg über die U14 und U16 für weitere Aufgaben empfahl. In der vergangenen Saison konnte er mit seiner U20-Mannschaft, die als Unterbau beim Regionalligisten fungiert, jedoch die Bayernliga nicht halten. Punktgleich hatte man ausgerechnet gegen die DJK Eggolsheim den Kürzeren gezogen und sich dann auf Vermittlung von Rainer Wolfschmitt, Bruder des ehemaligen Eggolsheimer Kult-Trainers Frank, für das neue Bündnis entschieden. "So können wir unseren Talenten weiterhin Spielpraxis auf einer anspruchsvollen Bühne bieten. Es ist eine Win-Win-Situation", sagt Richter.

Das vorläufige Aufgebot, das von gelegentlichen Begegnungen im gemeinsamen Training mit Regionalligaakteuren wie aktuell beim Fitnessprogramm profitieren soll, umfasst sieben bis acht Eggolsheimer, Litzendorf-Neuzugang Max Drewniok und Planstellen für drei bis fünf TTL-Kräfte, die wahlweise mit einer Doppellizenz für beide Klubs ausgestattet werden. "Eine Kadergröße von 14 bis 16 Spielern wäre wünschenswert. Ein paar Personalien wie die von Niklas Möhrlein entscheiden sich noch. Eventuell werden wir Ende August noch tätig. Das Interesse von externen Kandidaten ist da", berichtet Richter. Was das Gesamtpaket ab Herbst zu leisten im Stande ist, sei gegenwärtig kaum seriös zu beantworten. "Die Liga ist genauso eine Wundertüte wie wir. Ziel muss primär sein, nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib zittern zu müssen. Ich habe aber schon ein gutes Gefühl, dass da eine Gruppe mit ansprechendem Potenzial zusammenwächst."  Nach der Teilnahme des Eggolsheimer Stamms an einem eher von Geselligkeit geprägten Turnier in Soest sieht die Planung im September mehrere Tests unter Wettbewerbsbedingungen vor, zum Beispiel durch regelmäßige Vergleiche mit der Regionalligatruppe des TTL und gekrönt von der Generalprobe im Bayernpokal, eine Woche vor dem Ligaauftakt. Im Idealfall deckt der Vortrag dort schon die Vorstellungen des Trainers, der "großen Wert auf die Defensive" legt und die Spieler nach Balleroberung "schnell nach vorne" kombinieren lassen möchte. 

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