Donnerstag, 17.10.2019

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BayWa-Umzug: Biwo streitet sich über Vorgehensweise

Meinungsverschiedenheiten bei Mitgliederversammlung der Ostspangen-Gegner - 13.08.2019 09:00 Uhr

So soll der neue BayWa-Standort am Kersbacher Kreisel aussehen. © Grafik: BayWa


Büttner verwies darauf, dass die Biwo beim Supermarkt in Weilersbach und beim Baugebiet „Binzing“ in Wiesenthau keine aktive Position bezogen hätte, dass der Planungsausschuss des Forchheimer Stadtrats im Juni einstimmig den Standort in Sigritzau befürwortet hätte, dass ein „ökologisches Gewerbegebiet“ mit Begrünung, und beschränkten Gebäudehöhen geplant sei.

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Der geplante BayWa-Standort in Forchheim im Überblick

Am Kersbacher Kreisel im Wiesenttal sollte auf 25.400 Quadratmetern ein neuer BayWa-Standort entstehen. Vier Gebäude, eine Tankstelle und Umschlaganlage waren angedacht. Was im Detail geplant war und warum es daran erhebliche Kritik gab, zeigt die Bildergalerie.


Alfons Eger gab zu bedenken, dass alle Anwesenden „zwei und zwei“ zusammenzählen könnten: der geplante „ökologische Heiligenschein der BayWa“ würde Eger zufolge den Praxistest wohl kaum bestehen. Und, „dass wir als Biwo all unsere individuellen und kollektiven Möglichkeiten einsetzen müssen, um als Verbündete der Natur von dieser mehr zurückzuerhalten, um sie dann an die Nachkommen weitergeben zu können“.

"Erschreckende" Aussage

Der Biwo-Vorsitzende Heinrich Kattenbeck (WLF) betonte, dass „niemand gegen die BayWa“ sei, doch dass „dieser Standort“ nicht in Frage kommt. Die Ostspange beginne am Kersbacher Kreisel, auf der Eisenbahnbrücke, so Kattenbeck. „Erschreckend“ fand er die Aussage des OB Uwe Kirschstein (SPD), dass dieser „das Gebiet bei Sigritzau bespielen will“. Auch die Landkäufe entlang der Straßen FO2 und FO8 durch Siemens sah er als „Bedrohung unserer Heimat“.

Büttner fand es richtig, sich mit den Details zu beschäftigen, doch er sah bei anderen Standorten für die BayWa „mehr Nachteile“. Kattenbeck verwies darauf, dass die Kundschaft der BayWa „nicht mehr vorwiegend der kleine Landwirt sei, sondern Großkunden, Spediteure, Unternehmen“. Außerdem sei Ökologie „an jedem Standorte machbar“. Büttner sah in der BayWa Ansiedlung in Sigritzau keine Entscheidung für die Ostspange und verwies auf 700 Arbeitsplätze, die Siemens aus Erlangen nach Forchheim verlagern will.

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Atemberaubende Schönheiten: Die Fränkische Schweiz von oben

Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Schließlich wurde folgender Antrag formuliert: Der Vorstand der Biwo darf sich weiterhin gegen Gewerbeansiedlungen entlang der geplanten Ostspange aussprechen. Der Antrag wurde gegen zwei Gegenstimmen angenommen.

Am Sonntag, 6. Oktober (Erntedankfest), beginnt um 10 Uhr vom Kersbacher Kreisel eine Demo gegen die Gewerbeansiedlung Sigritzau und gegen den geplanten Bau der Ostspange. Um 11 Uhr steht die Eröffnung der „1. Wiesenttaler Naturtafel“ an und auch eine Kundgebung am Pinzberger Bahnhof.

 

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