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Dienstag, 11.08.2020

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Bei Ringo hat einfach alles gepasst

Warum Richard Starkey für die Beatles so wichtig war - 06.07.2020 19:09 Uhr

Die Größten: Die Beatles 1966 im Circus Krone-Bau.

© picture alliance / dpa


Herr Wilhelm, Ringo war immer der lustige Beatle. Aber wie ist er eigentlich als Schlagzeuger einzuschätzen?

Ringo war nie der große Virtuose. Er hat in seiner Beatles-Zeit auch nur ein einziges "echtes" Solo gespielt, auf "Abbey Road". Aber er hat einfach das solide Fundament für die Beatles-Songs gelegt. Im Vergleich dazu war sein Vorgänger Pete Best, der 1962 durch ihn ersetzt wurde, einfach schlecht. Bei Ringo hat dagegen alles gepasst.

Aber was Ringo spielt, kann doch eigentlich jeder Drummer, oder?

Er ist natürlich nicht mit den großen Virtuosen am Schlagzeug vergleichbar, wie etwa Ginger Baker von The Cream oder mit manchen Heavy-Metal-Drummern. Aber Ringo Starr war mit seinem Spiel dafür verantwortlich, wie gut der Gesamtklang der Beatles war.

Sind die Beatles ohne Ringo denkbar?

Eberhard Wilhelm

© Foto: Andres Strom


Das ist schwierig zu beurteilen, weil man ja nicht weiß, wie es ohne ihn ausgegangen wäre. Aber: Ich habe von den Beatles fast alles, was jemals aufgenommen und veröffentlicht wurde, auch in der Phase ohne Ringo. Man kann sagen: Sobald Ringo dabei war, war alles stabil. Vorher klang es wackliger. Er war auch der, den sie wollten, der für sie zugänglich war. Er war die erste Wahl. Die Beatles waren ein Gesamtgefüge mit vier Einzelpersönlichkeiten, die jeder für sich nicht geschafft hätten, was sie als Gruppe zustande brachten. Da hat Ringo eben genau gepasst.

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