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Donnerstag, 22.08.2019

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Buckenhofen: Flüchtlingsunterkunft ist Nachbarn ein Dorn im Auge

Kiefernstraße in Buckenhofen: Jetzt wurde aufgeräumt - 12.08.2019 16:00 Uhr

So sah es in der Kiefernstraße aus: Doch nachdem Nachbarn sich beschwert und die Redaktion nachgehakt hatte, wurde der Garten „piccobello“ aufgeräumt. © Foto: Berny Meyer


Hüfthohes Unkraut, herumliegende Baumstümpfe und ein Gebäude, das im Auge des Betrachters wohl seine besten Zeiten schon sehr lange Zeit hinter sich hat: Das Wohnhaus am Ortsende von Buckenhofen in der Kiefernstraße ist nicht wirklich ein Schmuckstück.

Das sehen auch die Anwohner so, die sich am Montag vergangener Woche mit einer E-Mail an die Redaktion der Nordbayerischen Nachrichten gewandt und darin ihrem Unmut Luft gemacht haben: "Die Anwohner der Flüchtlingsunterkunft, Kiefernstraße 5, sind es leid, dass das Objekt zu einem prägenden Schandfleck verkommen ist", schreiben sie. Bäume und Büsche auf dem Gelände seien bereits Ende des letzten Jahres gefällt worden, der Zaun eingerissen, für die Bewohner, darunter auch Kinder, gebe es keinen Schattenplatz mehr.

Am Schluss des Schreibens schieben sie eine Bitte an die Redaktion hinterher: "Vielleicht können Sie dazu beitragen, dass hier etwa geschieht."

Landratsamt ist Mieter

Ein Anruf der Redaktion beim Landratsamt Forchheim, als Mieter der Immobilie, bringt ein wenig Schwung in die Geschichte: "Bereits am Dienstag früh", erzählt ein Nachbar, "wurde der Garten blitzschnell aufgeräumt. Das war beeindruckend." Auch der marode Zaun sei weg und der Rasen "piccobello gemäht".

Mittlerweile wurde der Garten aufgeräumt. © Edgar Pfrogner


Die Pressestelle des Landratsamtes informiert wenig später, dass "die Angelegenheit mit dem Vermieter geklärt wurde und die Sache in Ordnung gebracht wird".

In dieser Woche werde außerdem das Landratsamt noch einmal zu Kontrolle in Buckenhofen vorbei schauen, heißt es. Weil der Vermieter der Unterkunft momentan im Ausland im Urlaub ist, konnte die Redaktion ihn nicht erreichen. 

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