Coca-Cola-Weihnachtstruck: Pfarrer lehnt Aktion ab

23.11.2016, 08:43 Uhr
Der „Coca-Cola-Weihnachtstruck“ machte auf seiner Fahrt durch Deutschland auch in Kirchehrenbach Halt. „Santa“, der Weihnachtsmann des Brauseherstellers, beschenkte eine Familie. Für Pfarrer Oliver Schütz ist dies eine nicht mehr hinnehmbare Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes.

Der „Coca-Cola-Weihnachtstruck“ machte auf seiner Fahrt durch Deutschland auch in Kirchehrenbach Halt. „Santa“, der Weihnachtsmann des Brauseherstellers, beschenkte eine Familie. Für Pfarrer Oliver Schütz ist dies eine nicht mehr hinnehmbare Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. © Foto: Roland Huber

Gegenüber den NN, die ihn um eine Stellungnahme baten, sagte Schütz gestern, ihm sei es "ein Graus und ein Abscheu", wie hier das Weihnachtsfest kommerzialisiert werde. "Santa" als Weihnachtsmann? "Da kriege ich als Pfarrer richtig Brechgefühle", so Schütz.

Am 6. Dezember feiern die Christen das Nikolausfest und so muss der Nikolaus dafür herhalten, dass eine Firma ihre Produkte an den Mann und die Frau bringen kann: "Diese abstruse Figur des Weihnachtsmanns gibt es nicht, das ist eine Perversion, eine reine Erfindung von Coca-Cola." Mit dieser Firma stehe er "persönlich auf Kriegsfuß", sagte Schütz.

Er kämpfe seit Jahren dafür, dass Feiern im Advent nicht "Weihnachts-, sondern Adventsfeiern" heißen. Schließlich werde Weihnachten erst am 24. und 25. Dezember gefeiert. Und jetzt "haben wir noch nicht einmal Advent". Aktionen wie die von Coca-Cola seien "ein absoluter Missbrauch des Weihnachtsfestes".

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