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Mittwoch, 27.05.2020

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Corona: Es herrscht Leere im Erlebnispark Schloss Thurn

Im Winter investierte Betreiber sechsstellige Summe - 05.04.2020 20:00 Uhr

Wo sonst Besucher in den Park gehen, herrscht jetzt Leere. Auch der Erlebnispark Schloss Thurn in Heroldsbach hat mit der Corona-Krise zu kämpfen. © Foto: Julian Hörndlein


  Eigentlich hätte es jetzt losgehen sollen mit der neuen Saison, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verschiebt sich die Eröffnung auf unbestimmte Zeit. "Es tut mir leid, dass die Besucher jetzt nicht in den Park können", erklärt von Bentzel.

Für ihn ist die Corona-Krise eine unternehmerische Herausforderung. Mitarbeiter, die in den Wintermonaten häufig anderswo gearbeitet hätten, seien jetzt bereit, im Erlebnispark anzufangen. "Die Mitarbeiter arbeiten mit Herzblut hier", meint von Bentzel.

Individuell werde jetzt geprüft, wo die Mitarbeiter zwischenzeitlich unterkommen könnten – zum Beispiel als Erntehelfer oder in anderen sogenannten systemrelevanten Berufen. Im Erlebnispark herrscht im Moment Kurzarbeit.

Wann sich das ändern könnte, sei noch nicht absehbar. "Wir fahren auf Sicht", meint der Inhaber. Auch sei es nicht klar, wie die Parköffnung nach den Ausgangsbeschränkungen aussehen wird: Einschränkungen könnten nötig sein.

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Hinzu kommt die finanzielle Komponente: Neben den fehlenden Besuchern seien auch noch Hochzeiten und Taufen im Schloss abgesagt worden. "Wir müssen als Unternehmen den Corona-Schutzschirm in Anspruch nehmen", erklärt von Bentzel. Er kritisiert jedoch das Konzept, weil es sich bei den Hilfen um Kredite handelt.

Normalerweise habe man für einen aufgenommenen Kredit einen Gegenwert, der sich etwa als neues Fahrgeschäft auszahle. "Die Hilfskredite sind wie ein Loch, in das ich Geld reinschütte", erklärt er.

Die Lösung könnten tatsächliche finanzielle Zuschüsse sein. Aktuell sehe er hier mit den Krediten jedoch noch einen Trugschluss, dass den Unternehmen nicht wirklich geholfen werde.

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Über den Winter hat der Park nach eigenen Angaben eine sechsstellige Summe investiert, unter anderem in ein Piratenschiff. Zu den Neuinvestitionen kommen noch die Kosten für den Unterhalt des Parks.

"Die Tiere müssen weiter gefüttert, die Gartenflächen gepflegt und die Fahrgeschäfte instand gesetzt werden", zählt von Bentzel auf. Als frühestmöglicher Eröffnungstermin wird auf der Webseite des Parks nun der 24. April genannt. Ob dieser gehalten werden kann, werden allerdings erst die Entwicklungen der nächsten Wochen zeigen.

JULIAN HÖRNDLEIN

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