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Corona: Forchheimer Musiker schreibt Song für gebeutelte Reisebranche

"Komm Mit" entwickelt sich nicht nur in den sozialen Medien zum Erfolg - 16.06.2020 13:02 Uhr

Felix Pfeffermann. © tmo bilderwelten


Herr Pfeffermann, wie ist es zu "Komm Mit" gekommen?

Anfang Mai sprach mich meine Bekannte Simone Gengler aus dem Reisebüro Mäx am Markplatz an. Da habe ich vor Jahren selbst eine zeitlang gearbeitet. Sie wusste, dass ich Musiker bin. Wir hatten dann die spontane Idee, einen Song zu machen, um all den kleinen Reiseveranstaltern eine Stimme zu geben, die in die Bredouille geraten waren. Dafür habe ich keine Gage verlangt, weil ich weiß, dass es im Moment für viele finanziell schwierig ist. Nennen wir es einen Freundschaftsdienst. Mein Lied soll helfen, auf ihre existenzbedrohende Notlage aufmerksam zu machen, ihre Sorgen um das Morgen nach draußen zu tragen. Da ich als Musiker selbst von der Corona-Krise gebeutelt bin, habe ich eine gewisse Sympathie für die finanziell Benachteiligten.

Was bedeutet das Reisen für Sie?

Ich bin gerne unterwegs, egal wohin. Es gibt immer Neues zu entdecken. Beim Schreiben des Songs habe ich mich an eigene Reiseeindrücke erinnert. So war ich kurz nach dem Abitur einige Monate auf den Philippinen, wo mir die Mango begegnet ist. Wahnsinnig intensiv in Geruch und Geschmack. Das bekommt man bei uns gar nicht zu kaufen. Mir kam auch mein nächtlicher Besuch der Wüstenoase Las Vegas in den Sinn. Ich war begeistert und überwältigt, wie man dort mit allerlei Reizen überflutet wird.

Wie war es, erstmals im Auftrag eines anderen zu komponieren?

Es war eine erstmalige Erfahrung. Auch weil es schnell gehen musste. Innerhalb einer Woche hatte ich den Text verfasst, die Melodie gefunden und die Instrumente wie Gitarre, Schlagzeug, Klavier und Synthesizer eingespielt. Ich hatte nur den Wunsch, die doch recht nüchternen Forderungen der Touristiker in einen gefühlvollen, radiotauglichen Pop-Song zu packen. Indem ich Erinnerungen hervorrufe und Sehnsüchte wecke. Natürlich in deutscher Sprache, die viel melodischer ist, als man denkt. Es war aber auch eine Chance, sich als Künstler weiterzuentwickeln und bundesweit die Fühler auszustrecken. Nur Ralph Siegel hat noch nicht angerufen.

Hier kann man den Song streamen.

Interview: Udo Güldner

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