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Corona-Impfstoff wird auch im Landkreis Forchheim knapp - vorübergehend

Zweitimpfungen sind nicht betroffen, aber 800 Erstimpfungen werden verschoben - 17.01.2021 15:35 Uhr

Das ist eine Ampulle des Corona-Impfstoffes des Herstellers BioNTech im Vertrieb des Pharmariesen Pfizer.

17.01.2021


Wichtig ist: "Die Zweitimpfungen sind von den gekürzten Liefermengen nicht betroffen und finden wie geplant statt", heißt es in der Pressemitteilung. Die Betreiber des Impfzentrums kritisieren, dass die Änderungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Mitarbeiter/innen des Impfzentrums sehr kurzfristig kommen. Wie Ende der Woche bereits von Pfizer angekündigt, werden aufgrund notwendiger Kapazitätserweiterungen im belgischen Werk vorübergehend weniger Impfstoffdosen als bisher bereits zugesichert und vom Forchheimer Impfzentrum verplant zur Verfügung stehen.

Die erneute kurzfristige Änderung wirkt sich nun voraussichtlich auch negativ auf die Impftermine im Landkreis Forchheim aus. So müssen nach aktuellem Stand für die Zeit vom 20. bis 26. Januar über 800 geplante Erstimpfungen verschoben werden. Betroffen wären dann neben zahlreichen Impfungen von über 80-jährigen im Impfzentrum auch die Impftermine in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung und der Impftermin in Egloffstein am Montag, 25. Januar.

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So lief der Start der Corona-Impfungen im Landkreis Forchheim

95 Personen wurden am ersten Tag, nachdem der Corona-Impfstoff im Landkreis Forchheim angekommen ist, geimpft. 70 davon waren die Bewohner und Mitarbeiter des Demenzzentrums Lindenhof in Unterleinleiter. Weitere 15 Personen kamen als Über-80-Jährige zum Termin ins Impfzentrum Forchheim. Schließlich wurden noch zehn Mitarbeiter des Klinikums Forchheim geimpft, die dort auf der Intensivstation arbeiten.


"Wenn wir am Montag die endgültigen Lieferzahlen von der Koordinierungsstelle Impfstoff erhalten haben, passen wir unverzüglich unsere Impfpläne an und informieren alle betroffenen Bürger und Einrichtungen umgehend", erläutert Sebastian Beetz, Verwaltungsleiter des Impfzentrums Forchheim. "Allen, deren Termin nun wieder verschoben werden muss, werden zeitnahe Ersatztermine bekannt gegeben, sobald wieder Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung steht."

Unmut ist nachvollziehbar

Den Unmut über die Terminverschiebungen kann Beetz natürlich nachvollziehen. "Für keinen Beteiligten ist es schön, wenn man nicht langfristig planen kann und kurzfristig Termine verschoben werden müssen. Wir hoffen nun einfach darauf, dass sich die Liefermenge doch nochmal erhöht und wir zumindest einige Personen Erstimpfen können und sich langfristig die Liefermengen auf hohem Niveau fest einpendeln."

Eine positive Meldung kann Beetz allerdings verkünden: "Da die Dosen für die Zweitimpfungen vom Freistaat Bayern bisher zentral vorgehalten wurden, werden diese Lieferungen und Termine wie geplant und vereinbart stattfinden."

Bereits am heutigen Montag starten also sowohl die Impfteams wieder mobil mit den Impfungen in den vollstationären Pflegeeinrichtungen und vor Ort im Impfzentrum Forchheim. Aufgrund der im deutschlandweiten Vergleich sehr hohen Zahl an Erstimpfungen im Landkreis Forchheim können so in der kommenden Woche dennoch über 1200 Bürgerinnen und Bürger ihre geplante Zweitimpfung erhalten. Sollten Impfstoffdosen übrigbleiben, oder mehr geliefert werden, werde unverzüglich mit den Erstimpfungen fortgefahren.

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In sechs Stufen zum Corona-Schutz: Durch das Impfzentrum in Forchheim

Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.


Ab dem 25. Januar wird laut Pfizer wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen in die Europäische Union zurückgekehrt. Außerdem sollen durch die dann abgeschlossene Kapazitätserweiterung die Liefermengen steigen und die zugesagten Mengen für das erste Quartal eingehalten werden.

"Da das Impfzentrum sieben Tage pro Woche geöffnet und unser Team mittlerweile in alle Abläufe eingearbeitet ist, können wir bei einer Erhöhung der Liefermengen auch jederzeit unsere Kapazität ausweiten, um möglichst schnell viele impfbereite Bürger mit dem Impfstoff versorgen zu können", versichert Dr. Joachim Mörsdorf, ärztlicher Leiter des Impfzentrums. "Die Nachfrage ist riesig. Sowohl zahlreiche Privatpersonen als auch Arztpraxen, Feuerwehr, Polizei sowie ärztliches und nichtklinisches medizinsches Personal wenden sich mit einem Impfwunsch an uns. Wir möchten – natürlich im Rahmen der Coronavirus-Impfverordnung – allen Impfwilligen auch die Möglichkeit geben, die Impfung zeitnah in Anspruch nehmen zu können, wenn der Impfstoff in ausreichenden Mengen vorhanden ist."

nn


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