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Corona-Inzidenzwert bei 231,5: Das gilt ab Montag im Kreis Forchheim

Nächtliche Ausgangssperre tritt in Kraft - Auch Schulunterricht betroffen - 13.12.2020 13:05 Uhr

Am vergangenen Freitag hat es auf dem Parkplatz an der Lichteneiche am Forchheimer Kellerwald wieder eine Corona-Reihentestung gegeben

13.12.2020 © Martina Bergmann (BRK)


Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner im Kreis Forchheim am Sonntag, 13. Dezember, bei 231,5. Insgesamt hat es laut Angaben des Landratsamtes 269 neue Fälle in den letzten sieben Tagen im Landkreis gegeben. 

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Warum sich die Zahlen so sprunghaft nach oben entwickelt haben, darüber könne, sagt Kathrin Schürr, Pressesprecherin des Landratsamtes Forchheim, nur spekuliert werden. Zum Teil würden hier sicherlich die vielen Corona-Fälle in Seniorenheimen, wie zuletzt in Streitberg, dazu beitragen. „Aber nicht nur“, meint Schürr.

Die Zahl der Infizierten sei vermutlich auch deshalb angestiegen, weil Kindertagesstätten und Schulen durchgehend in Betrieb gewesen seien. Doch in vielen Fällen lasse sich einfach nicht klären, wo sich die Menschen angesteckt haben, so die Pressesprecherin. 

Das gilt ab Montag

Folgende Regelungen gelten ab Montag, 14. Dezember, 0 Uhr, auf dem Gebiet des Landkreises Forchheim zusätzlich zu den bundesweiten und bayernweiten Beschränkungen: 
Von 21 Uhr bis 5 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung untersagt, es sei denn, dies ist begründet aufgrund:
a) eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
b) der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, 
c) der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, 
d) der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, 
e) der Begleitung Sterbender, 
f) von Handlungen zur Versorgung von Tieren, 
g) der Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember 2020 oder 
h) von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

Im Rahmen regelmäßig stattfindender Wochenmärkte sind Märkte zum Warenverkauf mit Ausnahme des Verkaufs von Lebensmitteln untersagt. 

An allen Schulen findet ab der Jahrgangsstufe acht mit Ausnahme der jeweils letzten Jahrgangsstufe und der Schulen zur sonderpädagogischen Förderung kein Unterricht in Präsenzform statt. Der Unterricht an Musikschulen und Fahrschulunterricht in Präsenzform ist ab sofort untersagt. 

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Maßgeblich für die Festlegung des Inzidenzwertes sind nach der bundesgesetzlichen Festlegung die Veröffentlichungen des RKI. 
Was, wenn der Lockdown da ist?

In der Verordnung wird darauf hingewiesen, dass diese Regelungen frühestens außer Kraft gesetzt werden könne, wenn der 200er-Inzidenzwert seit mindestens sieben Tagen in Folge wieder unterschritten worden ist. 

Ferner gelte diese Verordnung nur so lange, bis der am Sonntag beschlossene bundesweite harte Lockdown am Mittwoch, 16. Dezember, in Kraft tritt – dann sollen unter anderem die Schulen schließen und alle Schüler vorzeitig in die Weihnachtsferien geschickt werden.

Neuerliche Reihentestung

Derweil hat es am vergangenen Freitag auf dem Parkplatz an der Lichteneiche am Forchheimer Kellerwald wieder eine Corona-Reihentestung gegeben. Im Auftrag des Landratsamtes haben zwölf ehrenamtliche Einsatzkräfte des Roten Kreuzes (BRK) Forchheim an insgesamt 140 Personen Abstriche vorgenommen. Vermutlich seien Schülerinnen und Schüler und/oder Kinder aus Kitas zum Test einbestellt worden, vermutet Kathrin Schürr. Genaueres könne man angesichts der hohen Fallzahlen gar nicht sagen. 

An der Aktion waren auch Kräfte der Wasserwacht Forchheim und der Bereitschaft Forchheim beteiligt. Seit dem 9. Dezember gilt in Bayern wieder der Katastrophenfall, dieser wurde ausgerufen, um neben den ehrenamtlichen Kräften auch mehr Mittel verfügbar zu machen. Für Michael Fees, Führungskraft der BRK-Bereitschaft Forchheim, steht fest, ob Katastrophenfall oder nicht, „unsere ehrenamtliche Kräfte stehen immer bereit. Und ich bin stolz darauf, so einen guten Rückhalt zu haben“.

Maria Däumler

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