Montag, 18.01.2021

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Corona-Lockdown um Forchheim: Warum manche Geschäfte geöffnet sind

Von A wie Apotheke über B wie Babyfachmarkt bis zu W wie Waschsalons - 15.01.2021 13:58 Uhr

Der Brautmodeladen "Mein und Fein Brautmomente" in Forchheim hat geschlossen. 

25.03.2020 © Ralf Rödel


Geschlossen sind: Baumärkte, Kaufhäuser, Friseursalons und Boutiquen. Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen aber offen bleiben. Dazu zählen: Getränkemärkte, Einzelhandel für Lebensmittel, der Großhandel und Direktvermarkter von Lebensmitteln, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Reformhäuser, Tankstellen, Banken, Poststellen, Waschsalons, Reinigungsdienstleister sowie Kfz- und Fahrradwerkstätten, da sie Mobilität gewährleisten.

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Ausbruch, Lockdown, Impfstoff: Die Chronik der Corona-Pandemie 2020

Sars-CoV-2 hat die Welt verändert wie wohl kein anderer Erreger vor ihm. Über eine Million Menschen starben 2020 weltweit an oder mit dem Virus. Krankenhäuser waren in manchen Regionen hoffnungslos überlastet, in vielen Ländern brachten Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung die Wirtschaft an den Rand des Kollapses. Das Corona-Jahr 2020 in Bildern - vom Ausbruch bis zum Impfstoff.


Auch Babyfachmärkte, Futtermittel- und Tierbedarfsmärkte zählen zu den Geschäften, die den täglichen Bedarf abdecken. Medizinisch notwendige Therapien dürfen weiter durchgeführt werden. Und Optiker und Hörgeräteakustiker dürfen öffnen. Eine ausführliche Liste hat das Bayerische Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Mischbetriebe mit verschiedenen Sortimenten

Mischbetriebe, zum Beispiel Kioske mit verschiedenen Sortimenten (Schreibwaren, Poststation und Lottoverkauf), werden nach dem Schwerpunktprinzip beurteilt. "Sie können insgesamt öffnen, wenn mehr als 50 Prozent der Tätigkeit die Bereiche Post, Zeitungen, Zeitschriften oder Lebensmittel ausmachen, die erlaubt sind", erklärt Kathrin Schürr, Pressesprecherin des Landratsamts.

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Kreativ bis herzlich: Botschaften in Forchheim in Zeiten der Corona-Krise

Die Geschäftswelt in Forchheim reagiert kreativ und mit frohen Botschaften in der Krisenzeit. "Glaubt mir, die guten Zeiten sind schon auf dem Weg zu uns", heißt es in einem Schaufenster. Die Aushänge sind kreativ bis herzlich.


Der "Hobauer" in der Boschstraße ist geöffnet – es handele sich um einen Babyfachmarkt. Die untere Etage mit Babyartikeln ist zugänglich, allerdings ist die obere Etage mit Spielsachen gesperrt, da Spielwaren nicht zu Waren des täglichen Bedarfs zählten.

Einzelne Laden-Passagen geschlossen

Der Globus ist ebenfalls geöffnet. Schürr erläutert: "Es handelt sich um eine Großbetriebsform, einen Verbrauchermarkt." Die Bereiche Lebensmittel, Drogerie und Spielwaren sind komplett geöffnet. "Einzelne Passagen, zum Beispiel mit s.Oliver oder Schmuck, sind dagegen geschlossen", so Schürr. Schuh Bögelein in der Hornschuchallee hat geöffnet: "Orthopädische Schuhe dürfen verkauft werden", erklärt sie.

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In sechs Stufen zum Corona-Schutz: Durch das Impfzentrum in Forchheim

Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.


"Wir bekommen viele Nachfragen, auch von Konkurrenten, warum ein anderes Geschäft öffnen durfte", sagt sie. Das sei verständlich, es gehe um Existenzen. "Manches ist vielleicht nicht direkt verständlich. Wir versuchen, bei den Regeln der Verordnung, die uns der Freistaat vorgibt, zu unterstützen, sodass die Vorgaben umgesetzt sind, aber auch das wirtschaftliche Überleben hoffentlich gelingen kann", betont Schürr. Die Einschränkungen seien schwierig, aber unumgänglich: "Das Ziel ist, die Pandemie in den Griff zu bekommen und das Ansteckungsrisiko zu senken."

Bei Fragen können sich Bürger an die Corona-Vollzugs-Hilfe wenden, per E-Mail an corona-vollzug@lra-fo.de oder telefonisch unter (0 91 91) 86 39 10; montags bis donnerstags, 9 bis 15 Uhr, freitags, 9 bis 12 Uhr.

Hinweis: Zunächst hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass Geschäfte, die öffnen dürfen, laut einer Sonderregelung auch Spielwarenbereiche öffnen dürfen. Das Landratsamt hat dies korrigiert: Spielwarenbereiche in Läden sind weiterhin abgesperrt. Wenn einzelne Spielwaren zwischen anderen Artikeln im Laden angeboten werden, könnten diese aber verkauft werden. Es ist zudem erlaubt, Spielwaren über Click & Collect vorzubestellen und im Geschäft abzuholen.


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