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CSU Heiligenstadt: Marcus Müller will Bürgermeister werden

Der Gastronom aus Veilbronn strebt die Nachfolge Helmut Krämers an - 06.01.2020 11:13 Uhr

Sie treten für die CSU in Heiligenstadt an. © Stefan Braun


Für einen Generationswechsel im Heiligenstädter Rathaus würde wohl der frisch gewählte Bürgermeisterkandidat Marcus Müller stehen. Der Veilbronner Gastronom stand als einziger Kandidat für die Nachfolge des im September verstorbenen, zunächst vorgesehenen Bürgermeisterkandidaten Johannes Harrer zur Wahl. Von den vier Bürgermeisterkandidaten, neben Müller stehen Stefan Reichold (SPD), Bernd Büttner (Bürgernähe) und seit wenigen Tagen Michael Lottes (WZK) in Rede (die beiden Letzteren sind noch nicht nominiert), ist der Inhaber des Gasthofs Lahner der jüngste.

Als Motivationshilfe hatte der CSU-Ortsverband daher neben dem Kreisvorsitzenden Thomas Silberhorn den Burgebracher Bürgermeister Johannes Macieonczyk eingeladen. Dieser trat vor sechs Jahren ebenfalls als ganz junger Kandidat gegen den damaligen langjährigen Amtsinhaber an und gewann überraschend die Bürgermeisterwahl. Da war er wieder, der Generationswechsel, den auch Silberhorn in Bezug auf die CSU-Kreistagsliste ("Erstmals sind hier alle 36 Kommunen im Landkreis Bamberg vertreten") ins Spiel brachte.

Einigkeit der Partei

Macieonczyk betonte, dass neben dem Eigenengagement ein Geheimnis seines damaligen Erfolges die Einigkeit der Partei gewesen sei. Auf die kann der Heiligenstädter CSU-Bürgermeisterkandidat vorerst aber nicht setzen: fünf von 18 Wahlberechtigten stimmten in geheimer Wahl gegen Marcus Müller.

In seiner Bewerbungsrede lobte er das in Heiligenstadt Erreichte ("Wir leben in einer wunderbaren Gemeinde"), hob aber auch hervor, dass es noch eine Menge zu tun gäbe. Hier erwähnte er unter anderem den Tourismus. Den anwesenden derzeitigen Bürgermeister bat er indirekt um Unterstützung: "Ich gehe davon aus, dass mir Helmut Krämer im Falle meiner Wahl in der ersten Zeit hilfreich zur Seite stehen wird." Er möchte eine transparente Politik machen, erklärte Müller weiter, zudem "sollen die Leute verstehen, was wir machen und warum wir es machen."

In einem Gespräch mit den NN erläuterte er die Projekte, die ihm derzeit durch den Kopf gehen. Darunter eine Ertüchtigung der Kläranlage, um damit Strom zu gewinnen: "Dafür gibt es ganz tolle Förderprogramme. In Darmstadt wird dies bereits erfolgreich praktiziert."

Den Bürgern verspricht Müller einen fairen Wahlkampf und im Falle seiner Wahl eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Kandidaten. Als stärksten Kontrahenten sieht er, ohne die beiden anderen herabwürdigen zu wollen, den SPD-Kandidaten Stefan Reichold, "denn auch der steht wie ich für einen Generationswechsel". Der ist auch auf der einstimmig angenommen Kandidatenliste erkennbar.

Auf ihr stehen zahlreiche neue Namen, vornehmlich von jungen Leuten. Fündig wird man auf der Suche nach ihnen aber erst auf den mittleren und hinteren Plätzen. Nach Müller sind die nächsten fünf Plätze von amtierenden Gemeinderäten belegt. Hier hat der Generationswechsel eine kleine Pause eingelegt.

Die Kandidatinnen und Kandidaten:

Marcus Müller, Johannes Hösch, Gräfin Monika von Stauffenberg, Elisabeth Dicker, Christian Ott, Jürgen Stadter, Frank Hohe, Kathrin Schatzler, Christian Götz, Andreas Sponsel, Kilian Landendörfer, Annemarie Adelhardt, Andrea Igel, Michael Hofmann, Bernd Kättner, Beatrice Harrer. Ersatz: Torben Dicker, Christian Stengel

STEFAN BRAUN

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