CSU Neuses fordert grünes Wachstum und eine Lösung der Amazon-Problematik

30.11.2021, 09:54 Uhr
Anwohner in Neuses klagen über die Staubbelastung von Liapor.

Anwohner in Neuses klagen über die Staubbelastung von Liapor. © Och, NNZ

Die CSU setze sich für die Reduzierung der Staub- und Verkehrsbelastung ein. Eine weitere Industrieansiedlung um jeden Preis werde abgelehnt. Ein „immer mehr und immer größer“ sei keine zukunftsfähige Perspektive. Es gehe aber auch um Verkehrssicherheit vor Ort und Gesundheitsschutz. Man kämpfe nicht gegen Firmen, sondern für die berechtigten Anliegen der Anwohner. Dies umso überzeugter, weil sich in der 25-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Claus Schwarzmann Eggolsheim mit seinen Ortsteilen gut entwickelt habe. Dies gelte sowohl für Schaffung von Wohnraum, Arbeitsplätze, aber auch die Entwicklung im gewerblichen Bereich.

Einen großflächigen, weiteren Flächenverbrauch, (außer für die Schaffung von Wohnraum für ortsansässige Einwohner und kleine Gewerbebetriebe), durch Ausweisung eines neuen 15 Hektar großen Industriegebietes zwischen Bahn und Staatsstraße, lehnt die CSU ab. Die Gemeinde werde unglaubwürdig, wenn sie wegen „Flächenfraß“ gegen den Bau einer Autobahnrastanlage auf einer Fläche von zwölf Hektar sei, gleichzeitig aber die Ausweisung eines 15 Hektar großen Industriegebietes voran treibe.

Amazon-Ansiedlung bringt Probleme mit sich

Ferner unterstütze die CSU Bemühungen, die Verkehrsproblematik wegen Amazon zu lösen. Man sorge sich um die Finanzsituation der Gemeinde. Die CSU appelliert an Schwarzmann, über die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf den neu zu bauenden Kindergarten erneut zu beraten. Es sei der Bevölkerung nur schwer zu vermitteln, dass für die Energiewende in Tiefenstürmig bis zu zehn Windräder errichtet werden sollten, aber das Dach eines gemeindeeigenen Kindergartenneubaus nicht mit erneuerbaren Energien genutzt werden sollte.

Außerdem hat die CSU Neuses neu gewählt und ihren bisherigen Vorsitzenden Georg Peßler und Stellvertreter, CSU-Kreisvorsitzenden Michael Hofmann, bestätigt. In seinem Rückblick würdigte Peßler die gute Zusammenarbeit mit der Wählergemeinschaft Neuses/Bahnhofsiedlung. Vorwürfe wegen deren politischen Engagements seien unberechtigt.

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