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Dampfbahn Fränkische Schweiz startet in die neue Saison

Mit der Museumsbahn an Sonn- und Feiertagen durch die Landschaft - 29.04.2019 10:55 Uhr

Eine beliebte Attraktion: Im vergangenen Jahr sind rund 25 000 Fahrgäste mit der Museumsbahn durch die Fränkische Schweiz gerollt. Nun geht sie ab Mai wieder an den Start. © Martin Haensel


Frankens erste und älteste Museumsbahn eröffnet am 1. Mai die Fahrsaison 2019 – rund 45 Jahre nach Gründung des Vereins Dampfbahn Fränkische Schweiz. Bis Ende Oktober fahren die historischen Züge an allen Sonn- und Feiertagen je dreimal von Ebermannstadt nach Behringersmühle und wieder zurück.

Nach wie vor bestreiten die Eisenbahner den Betrieb der Museumsbahn ausschließlich ehrenamtlich. Das bedeutet, Technik und Personal für 33 Betriebstage abzusichern. Dabei kommt an 15 Tagen der Dampfzug zum Einsatz. An 18 Tagen werden die Museumszüge von einer historischen Diesellok bespannt. Im vergangenen Jahr nutzten rund 25.000 Fahrgäste die 16 Kilometer lange Museumsbahn, wie Stephan Schäff, der Pressesprecher des Vereins, zu berichten weiß. Im vergangenen Jahr waren wir mit der Videokamera beim Saisonauftakt dabei:

Die Fahrt mit der Museumsbahn bietet sich nicht nur für Wanderer und Eisenbahnfreunde an. Sie ist insbesondere für Familien mit Kindern ein erlebnisreiches und familienfreundliches Angebot. Kinder unter sechs Jahren fahren weiterhin kostenfrei. Das gilt auch für jedes Kind bis zum Alter von 14 Jahren, das mit einem Erwachsenen auf dessen Fahrkarte gratis mitfahren kann. Und kaum woanders kann man heutzutage bei einer Zugfahrt noch das Fenster des Wagens öffnen und sich den Fahrtwind auf einer der offenen Plattformen um die Nase wehen lassen.

Den Dampfbetrieb zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle wird am 1. Mai sowie an den folgenden Betriebstagen mit Dampflokeinsatz die 1930 gebaute Privatbahn-Dampflok der Bauart "ELNA 6" bestreiten. Jeweils um 10 und 14 Uhr dampft sie ab Ebermannstadt mit dem Museumszug nach Behringersmühle.

Renaissance des Dampfbetriebs

Noch im Laufe des Sommers soll dann auch wieder ein zweites Dampfross zur Verfügung stehen: die 1923 von Hanomag gebaute Dampflok "Nürnberg". Diese Maschine hatte 1983 die Renaissance des Dampfbetriebs im Wiesenttal eingeleitet. Von 1995 bis Anfang 2014 war sie — wenn auch nicht unter Dampf — als Leihgabe im Deutschen Dampflok-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg zu bewundern.

Die Aktiven des Vereins waren im Winter nicht nur an der alten Nürnbergerin tätig. Begonnen haben vielmehr auch die Arbeiten zur Hauptuntersuchung der Personenzug-Tenderlok der Baureihe 64.

Diese größte und für die Strecke typische Dampflok des Vereins braucht unter anderem einen neuen Satz Heiz- und Rauchrohre, die den Kessel der Maschine durchziehen. Auch der Aschkasten muss erneuert werden. Und dann stehen noch die von der Eisenbahnaufsicht regelmäßig geforderten Arbeiten und Überprüfungen am Fahrwerk und der Bremsanlage der Lok an. Denn auch eine Museumsbahn unterliegt den strengen Sicherheitsvorschriften des Eisenbahnbetriebes.

Rote Lackierung

Vor den mit historischen Dieselloks bespannten Zügen können seit dem Sommer vergangenen Jahres wieder wahlweise die beiden 1939 oder 1940 gebauten Dieselloks der Baureihe V 36 zum Einsatz kommen. Denn seither ist auch V 36 235 nach ziemlich genau zehn Jahren wieder betriebsfähig.

Die Maschinen der Baureihe V36 sind für das Wiesenttal der 1950er Jahre typisch. Nach über sieben Jahren Pause wird auch die Diesellok V 60.114 wieder über die Musemsbahnstrecke brummen und mit ihrer roten Lackierung einen optischen Farbtupfer setzen.

Nach wie vor in Arbeit ist der 1937 gebaute historische Reichsbahn-Triebwagen des Vereins. Mit diesem vor 40 Jahren vom Verein aus dem Bayerischen Wald ins Wiesenttal zurückgeholten Fahrzeug wurde 1980 der Museumsbetrieb eröffnet. Noch ist allerhand zu tun, bis der denkmalgeschützte Triebwagen wieder zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle unterwegs sein kann. Aber Fortschritte sind bereits erkennbar.

Bei diesem wie vielen anderen Projekten freut sich der Verein über Mitstreiter, die die Restaurierung aktiv unterstützen. Gearbeitet wird in der Ebermannstädter Werkstatt samstags ab 10 Uhr. Auch in Nürnberg gibt es eine kleine Werkstatt, in der mittwochs ab 17 Uhr insbesondere Komponenten für die Dampfrösser des Vereins aufgearbeitet werden.

Weitere Infos unter www.dampfbahn.net.

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