Regeln im Wald

Darauf sollten Mountainbiker, Wanderer, Hundebesitzer und Pilzesammler im Wald achten

Jana Schneeberg
Jana Schneeberg

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24.10.2021, 10:00 Uhr
Symbolbild Mountainbike

Symbolbild Mountainbike © Foto: Annika Falk-Claußen

Diese Trail-Rules hat die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) zusammengestellt:

1. Auf dem Weg bleiben, statt querfeldein fahren. Im Wald darf nur auf Straßen und geeigneten Wegen sowie geeigneten Privatwegen Rad gefahren werden (Art. 25 Abs. 2 BayNatSchG, Art. 23 Abs. 1 BayNatSchG, Art. 13 Abs. 3 BayWaldG), soweit dies nicht durch amtliche Verkehrszeichen nach der StVO untersagt ist (Quelle: https://www.stmelf.bayern.de/wald/waldfunktionen/erholung/index.php)

Lokale Wegsperrungen respektieren. Auf Privatgrund seien Radfahrer laut DIMB oft nur geduldet.

2. Keine Spuren hinterlassen. Außer in Notsituationen sollte nicht mit blockierenden Rädern gebremst werden, da dadurch Wegschäden verursacht werden und die Bodenerosion begünstigt wird.

3. Das Mountainbike immer unter Kontrolle halten. Die Geschwindigkeit sollte der jeweiligen Situation angepasst werden. In nicht einsehbaren Passagen können jederzeit Fußgänger, Hindernisse oder anderer Biker auftauchen. Mann muss in Sichtweite anhalten können.

4. Respekt vor anderen Naturnutzern. Beim Nähern an andere Wegenutzer und beim Passieren die Geschwindigkeit verringern oder anhalten. Bedenken, dass andere zu spät reagieren könnten.

5. Auf Tiere Rücksicht nehmen. Rechtzeitig vor der Dämmerung den Wald verlassen, um Tiere nicht zu stören

6. Die Tour im Voraus planen und die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen. Einen Helm und eventuelle weitere Schutzausrüstung tragen.

Symbolbild Wandern. 

Symbolbild Wandern.  © Andreas Hub, NN

Für Wanderer und Spaziergänger hat das Bayerische Umweltministerium auf der Seite naturerlebnis.bayern.de wichtige Regeln zusammengestellt.

1. Auf Forst- und Wanderwegen bleiben. Neue oder bereits entstandene kleine Trampelpfade mögen harmlos wirken, durch Regenschauer oder Schneeschmelze erodiert der Boden jedoch, sodass es zu Schäden bis zu Hangrutschungen kommt.

2. Dämmerungs- und Nachtzeiten vermeiden. Für viele Tiere sind die Dämmerungsstunden und die Nacht die wichtigste Phase, um ungestört fressen zu können.

3. Den Müll wieder mitnehmen. Das gilt auch für biologische Abfälle.

4. Vermeiden, im Wald die Notdurft zu verrichten. Der Nährstoffeintrag kann zur Veränderung von Pflanzengesellschaften führen, Tiere schädigen und das Grundwasser beeinträchtigen.

Symbolbild 

Symbolbild  © Benjamin Nolte, dpa-tmn

Diese Regeln gelten laut Bayerischem Umweltministerum für Hundehalter im Wald.

1. Hunde dürfen im Wald ohne Leine ausgeführt werden. Das gilt auch für Jagdreviere, wenn die Hunde unter Aufsicht sind, also der Einwirkung ihres Besitzers unterstehen. Der Hund muss also die Kommandos seines Halters befolgen und darf nicht dem Wild oder geschützten Tierarten nachstellen.

2. Es gibt bayernweit keine einheitliche Leinenpflicht, vielmehr regelt das jede Gemeinde für sich.

3. Hundekot aufsammeln und mitnehmen. Dies gilt grundsätzlich, im Besonderen aber auch auf Flächen, die der Freizeitgestaltung und Sportausübung dienen sowie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, einschließlich der Randstreifen an Straßen und Wegen.

Symbolbild

Symbolbild © Foto: Jens Wolf, dpa

Darauf sollte man beim Pilze sammeln, Blumen und Beeren pflücken achten (Quelle: https://www.naturerlebnis.bayern.de/naturvertraeglich_unterwegs/ratgeber_freizeit_natur/blumen.htm)

1. Nur Flächen betreten, die man auch betreten darf. Vorab über bestehende besondere Schutzvorschriften für das Gebiet informieren.

2. Sorgsamer Umgang mit den Pflanzen. Keine Pflanzen mitnehmen, die verwelken, bis man wieder zu Hause sind. Beachten, dass viele Arten bereits stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht und daher gesetzlich geschützt sind. Auskünfte dazu gibt es beim Landratsamt.

3. Keine Schäden hinterlassen. Pflanzen nicht herausreißen. Beim Abschneiden von Zweigen, keine Äste verletzen, beim Pflücken von Beeren die Pflanze nicht beschädigen. Pilze abschneiden, um nicht das Myzelgeflecht im Boden zu beschädigen.

5. Nur Beeren und Pilze sammeln, die man kennt und von denen man sicher weiß, dass sie ungiftig und auch genießbar sind.

In Natur- und Landschaftsschutzgebieten gelten mitunter besondere Regelungen. Eine Zusammenstellung der Schutzgebiete im Landkreis und der Auflagen dafür findet sich hier: https://www.lra-fo.de/site/2_aufgabenbereiche/Natur_Umwelt/Naturschutz/Schutzgebiete/Landschaftsbestandteile/Landschaftsbestandteile.php

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