David Garrett ließ in Forchheim die Herzen schmelzen

20.6.2015, 12:38 Uhr

© Edgar Pfrogner

Für mich als Geigerin war es eine große Überraschung: David Garrett gibt ein Open-Air-Konzert in Forchheim! Dass man sich das nicht entgehen lassen darf, stand wohl für viele schnell fest, denn das Jahn Gelände war trotz des drohenden Regens sehr gut besucht.

Auch Ramona (44) und Pauline Schumm (11), die erst seit einem Jahr in Forchheim leben, wollten schon immer einmal ein Konzert des Stargeigers besuchen. Pauline, die selbst drei Instrumente spielt, erwartete eine laute, bombastische Aufführung und freute sich sehr auf den Abend.

Viele Besucher knipsten vor Beginn ein „Selfie“ und die Verkaufsstände für Essen und Getränke wurden genutzt. So auch von Tontechniker Jürgen Schleßmann, der sich vor allem beruflich für derartige Events interessiert: „Ich sehe mir an, wie andere Shows aufgebaut und organisiert sind. Aber auch so interessiert mich David Garrett“, sagte der 49-jährige, der selbst schon in Bands und Orchestern mitgespielt hat. Er freute sich sowohl auf klassische, als auch auf rockige Elemente.

© Edgar Pfrogner

Bei fast allen kam der Standort Forchheim für ein solches Event sehr gut an, auch Hannah Dorsch (10) ist stolz auf ihre Heimat: „Nicht jede kleine Stadt hat ein Open-Air-Konzert und David Garrett!“ Sie selbst spielt auch Geige und freut sich einen echten Profi zu erleben.

Pianistin Valentina Babor eröffnete

Als das Konzert dann schließlich mit der Pianistin Valentina Babor begann, war das Publikum noch ein wenig zurückhaltend, doch sie schaffte es schnell, die Atmosphäre aufzulockern. Ganz still wurde es jedoch wieder, als alle gespannt auf den Star des Abends warteten: Man konnte sogar die Vögel in den Bäumen zwitschern hören.

Diese flogen aber bestimmt erschrocken weg, als David Garrett unter lautem Jubel auf die Bühne kam. Sowohl die Fans, als auch die Handys schnellten in die Höhe, um einen Blick (oder eben ein Video/Foto) auf den Stargeiger zu erhaschen. Die ersten vereinzelten Regentropfen kümmerten da niemanden und durch seine persönlichen Anekdoten und einnehmende Art war er dem Publikum sofort sympathisch, um nicht zu sagen: Das Publikum liebt ihn.

Die Pause nutzten die meisten um sich in eine wasserfeste Schale zu schmeißen, so auch Irmgard und Siegfried Galler (74 und 75). Sie hatten sich eher spontan entschlossen den Auftritt des Geigers zu besuchen, den sie aus dem Fernsehen kannten. Außerdem hatten sie von den Kindern schon oft etwas über Open-Air-Konzerte gehört und wollten sich das nun einmal anschauen.

Bei „We Are The Champions“ schienen alle nur auf die Aufforderung zum Mitsingen gewartet zu haben und die Frage, ob man einen guten Abend habe, wurde ohrenbetäubend mit „Ja“ beantwortet.

Als David Garrett schließlich ein Mädchen auf die Bühne holte, um für sie zu spielen, waren alle gerührt und wären vermutlich selbst gerne an ihrer Stelle gewesen...

 

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