Der Forchheimer "Netto" wird größer

24.3.2017, 08:00 Uhr
Der Discounter an der Schlachthofstraße soll angebaut werden. Außerdem wird der Supermarkt künftig auch die Räumlichkeiten des ehemaligen Brezen Meyer (im Vordergrund) nutzen.

Der Discounter an der Schlachthofstraße soll angebaut werden. Außerdem wird der Supermarkt künftig auch die Räumlichkeiten des ehemaligen Brezen Meyer (im Vordergrund) nutzen. © Foto: Roland Huber

Schon lange gibt es keine Brezen mehr bei Brezen Meyer, das Café am Kellerwald auf dem Netto-Gelände hat seit einem Jahr geschlossen. Nun soll, so trägt es Bauordnungsamtsleiter Stefan Schelter den Stadträten des Bauausschusses vor, der Backshop aufgegeben und eine Teilfläche dem Verkaufsraum angegliedert werden.

Zusätzlich, soll eine bis dato nur überdachte Fläche neben dem Discounter-Eingang eingehaust werden und als Leergutlager dienen. Auf einer weiteren Fläche des ehemaligen Backshops sollen Nebenräume entstehen. Außerdem soll das bestehende Gebäude an der Südseite durch einen etwa 3,70 Meter langen und 6,60 Meter tiefen Anbau erweitert werden. Dadurch werde die Verkaufsfläche von bisher 814 Quadratmetern auf insgesamt 956 Quadratmeter steigen.

"Eine Verkaufsfläche von etwa 950 Quadratmetern ist zwischenzeitlich bei Discountern, die der verbrauchernahen Versorgung mit Lebensmitteln dienen, üblich", heißt es in der Tischvorlage. "Eine negative Auswirkung auf die Innenstadt ist nicht zu erwarten, so dass die Erweiterung des Marktes bauplanungsrechtlich zulässig ist."

"Leerstand beseitigt"

Das sieht Erwin Held (FW) allerdings anders und mahnt das Einzelhandelskonzept der Innenstadt an: "Wir tun der Innenstadt keinen Gefallen mit der Erweiterung", meint Held, "wir graben die Innenstadt ab". Dem kann Sebastian Körber (FDP) nicht beipflichten: "Faktisch ist das keine Vergrößerung der Verkaufsfläche. Wir beseitigen einen Leerstand."

Auch CSU-Stadtrat Markus Schmidt spricht sich für die Erweiterung aus: "Mich freut, dass der Discounter dort so gut angenommen wird. Wenn der Nahversorger dort nicht wäre, dann wäre das Viertel abgeschnitten." Mit der Gegenstimme von Erwin Held wird die Erweiterung des Discounters beschlossen.

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