Verkehr

Der VCD kritisiert: In Burk wird es besonders eng

8.5.2021, 15:39 Uhr
In Burk sind die Gehsteige entlang der Ortsdurchfahrt teilweise nur wenige Zentimeter breit. Zum Gehen oder gar Kinderwagenschieben viel zu gefährlich.

In Burk sind die Gehsteige entlang der Ortsdurchfahrt teilweise nur wenige Zentimeter breit. Zum Gehen oder gar Kinderwagenschieben viel zu gefährlich. © Foto: Eduard Weigert

Aus Sicherheitsgründen (insbesondere für Fußgänger und Radfahrer) sollte nach Meinung des VCD eine Tempobeschränkung auf 30 km/h eingeführt werden. Besonders wurde auf die Situation in Burk verwiesen: Lediglich ein kleiner Teil der Burker Straße (die frühere B 470 in Richtung Hausen, Wimmelbach und die Autobahn nach Würzburg) sei tempobeschränkt, und das auch erst seit relativ kurzer Zeit.

Dabei seien vielfache Gefahrenquellen für alle Verkehrsteilnehmer vorhanden. Die Gehsteige seien viel zu schmal. Selbst an der Bushaltestelle kurz vor Ortsende seien nur 112 Zentimeter Aufstellfläche vorhanden - viel zu wenig für mehrere Kinder gleichzeitig. Durch den vorherigen Fahrbahnverschwenk wegen der Querungshilfe (Verkehrsinsel) sei zudem die Gefahr gegeben, dass Autos nicht mit dem nötigen Seitenabstand diese Stelle passieren und somit die wartenden Kinder zusätzlich gefährden. In Höhe der Bäckerei sei erhöhter Querungsbedarf vorhanden und die Notwendigkeit für Autofahrer, kurz anzuhalten.

Zustand untragbar

Durch die schmalen Bürgersteige sei auch die Sicht von Anliegern in die Straße sehr eingeschränkt, so dass es häufig zu Gefährdungen sowohl des durchfahrenden Verkehrs wie auch der Anlieger komme. Für Anliegergrundstücke auf der Westseite komme häufig noch eine steile Zufahrt als Gefährdungsfaktor hinzu.

Radfahrer müssten zudem die Straßenseite wechseln, um am Ortsende auf den Radweg zu gelangen. Die Teilnehmer des Onlinetreffens waren sich einig, dass dieser Zustand untragbar sei und dass die Einführung von Tempo 30 bis zum Ortsende eingefordert werden sollte. Allerdings sei bekannt, dass solche Anträge in der Vergangenheit mit dem Hinweis abgeschmettert worden seien, solche Beschränkungen seien rechtlich nicht zulässig. Der VCD will deshalb vor der Stellung eines solchen Antrags die Rechtslage genauer prüfen lassen. Unabdingbar dafür sei allerdings, dass konkrete Gefahrensituationen beschrieben werden können. Der VCD bittet darum, solche konkreten Gefahrenbeobachtungen per E-Mail mitzuteilen an vcd@hoernlein-r.de. Durch eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung, die voraussichtlich erst im Herbst 2021 in Kraft treten wird, könnte zudem die Einführung von Tempo 30 auf dieser Strecke erleichtert werden, insbesondere wenn tatsächlich konkrete Gefährdungsbeachtungen vorliegen, hieß es.

Weiter großen Raum nahm die Diskussion über den Fahrradverkehr ein. Dieser werde bei Öffentlichkeit und Behörden noch immer zu stark auf das Thema "Radwege" reduziert. Es werde zu wenig beachtet, dass schon aus Klimaschutzgründen in Zukunft der Radverkehr auf kurzen und mittleren Strecken stark ansteigen werde.

Ein Teilnehmer der Diskussionsrunde kam aus Baiersdorf und stellte die dortige Lage dar, die von einer Kooperation zwischen Stadtrat, Stadtverwaltung und Radfahrerverbänden geprägt sei. Baiersdorf sei auch der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen" beigetreten. Auch wurde in Baiersdorf die Initiative "Stadtradeln" aufgegriffen und unter großer Beteiligung von Verbänden und Öffentlichkeit gelebt. Der Redner empfahl beides auch für Forchheim.

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