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Sonntag, 20.10.2019

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Die "jüngere Generation" übernimmt bei der FFW Reuth

Jahreshauptversammlung blickt hoffnungsfroh in Zukunft der Rothelme - 10.02.2019 16:26 Uhr

Die neue Vorstandsspitze (von links): Claudia Bley, Stefan Hönig, Stefan Zirnsack, Dominik Henkel und Thomas Schuster. © Heidi Amon


Schuster hatte bereits im Vorfeld angekündigt: „Es sei an der Zeit, den Staffelstab an die jüngere Generation weiterzugeben“. Er bleibt dem Vorstandsteam aber als Zweiter Vorsitzendenstellvertreter erhalten. Weiterhin stehen dem neuen Vorsitzenden zur Seite: Als sein Erster Stellvertreter Stefan Zirnsack, als neuer Schriftführer Dominik Henkel (der Nachfolger von Sebastian Schmidt, der in den Beirat wechselte), als Kassier Claudia Bley, als Kassenprüfer Michael Hubert und Holger Schmidt.

Die Beiräte sind: Bruno Dötzer, Dominik Kraus, Gerlinde Dötzer, Sebastian Schmidt, Dieter Pinsel, Katja Hubert, Michael Schick, Fabian Böhm, Simon Stirnweiß, Bernhard Köppel, Christine Burkhard und Konrad Schechtel. Forchheims Bürgermeister Franz Streit hatte, assistiert von Kreisbrandrat Oliver Flake und Kreisbrandinspektor Ernst Messingschlager, die Wahl zügig über die Bühne gehen lassen – wobei der Dank zum Schluss dem scheidenden Vorsitzenden Schuster galt. Für seinen permanenten Einsatz („einem Feuerwehrmann mit Leib und Seele“) wurde er geehrt.

"Ausgezeichnete" Jugendarbeit

Wie wichtig die Feuerwehr für den Stadtteil Reuth ist, zeigte bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus die Liste von Kommandant Jochen Wölfel und der Jahresbericht von Vorsitzendem Schuster: 65 Mal rückten 2018 die Aktiven aus zu Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen und – was den Feuerwehrlern sehr im Gedächtnis blieb – die schweren Unfälle auf der B 470.

Nach Wölfel ist die Einsatzbereitschaft und die Sicherheit der Bevölkerung auch tagsüber gewährleistet. Um fit für den Ernstfall zu bleiben, werden zahlreiche Übungen abgehalten und Fortbildungen besucht. Auch beim Nachwuchs läuft es nach Jugendwart Michael Schick und Lissy Schuster vom Lösch-Drachen-Team „ausgezeichnet“. Der Höhepunkt der kleinen Löschdrachen war im Vorjahr eine selbstgebaute „Beach-Party“ am Auerberg.

Danach stand der letzte Vorstandsbericht von Schuster auf dem Programm. Dabei blickte er mit Sorge auf die immer stärker extremeren Wetterkapriolen mit Hitzewellen, Waldbrandgefahren und enormer Trockenheit, die auch die Feuerwehren beschäftigen.
Nicht hinnehmbar für ihn, dass Feuerwehrler und Helfer bei Notfalleinsätzen von aufgebrachten Menschen angepöbelt und gar angegriffen werden.

Trotzdem, so Schuster, sei es schön, einer solchen Hilfsorganisation anzugehören. Was ihm jedoch auffalle, sei, dass in den Vereinen „das aktive Leben allgemein“ nachlasse. Doch vor Zentralisierungen und Zusammenlegungen (sowie aktuell bei Kirchengemeinden) warnte er: „Wenn mal was abgeschafft ist, bleibt es so.“ Deshalb sein Appell an die Wehrleute: „Frühzeitig gegensteuern und mithelfen, das Reuther Feuerwehrhaus weiter mit Leben zu erfüllen“.

Jubiläum wird nachgeholt

Wie Schuster wusste, sei der ehemalige Kreisbrandmeister Willi Kupfer zufällig auf eine alte Aufzeichnung des Bezirksfeuerwehrverbandes Forchheim gestoßen. Seinen Recherchen zufolge bestehe die Reuther Wehr nicht 142 Jahre (wie bislang angenommen), sondern bereits 151 Jahre seit der Gründung. Nun soll der 150. Geburtstag mit einem Festabend voraussichtlich im Herbst nachgefeiert werden.

Abschließend stellte Finanzfrau Claudia Bley eine zufriedenstellende Finanzlage vor. Bürgermeister Streit sowie Kreisbrandrat Flake von der Landkreisführung zollten den Reuther Rothelmen für ihre immense Einsatzbereitschaft hohe Anerkennung: „Einer aktiven Mannschaft mit einem lebendigen Vereinsleben“.

 

Heidi Amon

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