Die „Krone“ sanieren

15.5.2013, 10:00 Uhr
Das „Krone“-Anwesen ist sanierungsbedürftig. Immer wieder soll das Projekt in Angriff genommen werden, wird dann aber verschoben.

© Alexander Hitschfel Das „Krone“-Anwesen ist sanierungsbedürftig. Immer wieder soll das Projekt in Angriff genommen werden, wird dann aber verschoben.

Künftig will der Arbeitskreis Krone sich selbst verstärkt um die Renovierung des Gebäudes kümmern, ein erst noch zu gründender „Krone-Verein“ soll sich mit dem laufenden Betrieb beschäftigen. So ist beispielsweise geplant, dass zwischen dem Verein und der Gemeinde als Eigentümer des Anwesens ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen wird.

Der Arbeitskreis Krone erinnerte daran, dass sämtliche Fraktionen sich im letzten Wahlkampf das Thema „Krone“ in ihr Wahlprogramm geschrieben hatten. Bereits im Oktober 2008 fanden damals die ersten Gespräche mit Vereinen statt und auch ein Nutzungskonzept sollte erstellt werden.

Architekt Jürgen Schönfelder sollte einen Plan fertigen. In den Haushalt 2010 waren 50000 Euro für erste Sanierungsmaßnahmen eingestellt. Es gab einen Gemeinderatsbeschluss, dass mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden soll; passiert aber ist bis heute nichts.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Bürgermeister Franz Renker in der Sanierung des Daches des Kronensaales. Gemeinderat Dieter Gößwein aus Wimmelbach konnte den neuerlichen Aktionismus in Sachen „Krone“ so überhaupt nicht verstehen. „Das ist keine einfache Situation, weil die Gemeinde ja kein Geld hat“, so Gößwein, der vorschlug das Projekt Krone zu verschieben und erst einmal mit der Realisierung des Projektes Lohe V wieder Finanzmittel in die Gemeindekasse zu spülen und das erwirtschaftete Geld für eine Kronensanierung heranzuziehen.

Zweiter Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) konnte dem Vorschlag von Gößwein so überhaupt nichts Positives abgewinnen. „Ich bitte darum, die in der Vergangenheit gefassten Beschlüsse endlich umzusetzen“, so Zimmer, der damit auf die Tatsache anspielte. Gemeinderat Anton Hammer (CSU) machte sich darüber Gedanken, ob denn der neu zu gründende Verein überhaupt finanziell in der Lage sei, die monatlichen Pachtzahlungen zu leisten. Gemeinderat Roland Garcon (UWG) brachte es auf den Punkt. „Wir diskutieren wieder einmal über zweite, dritte und vierte Schritte anstatt mit dem ersten Schritt zu beginnen.“

Schließlich wurde beschlossen, dass die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung einen Pachtvertrag entwerfen und diesem dem Gemeinderat vorlegen soll.

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