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Die Phantoms bleiben in der Aufbauliga

Bamberger Footballer haben nach Corona-Lockdowns einen zu kleinen Kader für den geplanten Aufstieg - 04.02.2021 17:51 Uhr

Die Bamberg Phantoms greifen in der neuen Saison wieder in der Aufbauliga an, die Landesliga schien angesichts der auch corona-bedingten Personallage zu riskant.

26.09.2019 © Bamberg Phantoms


Denn für die Saison 2021, die im Juni starten soll, haben die Domstädter nicht wie ursprünglich geplant für die Landesliga gemeldet, sondern wollen den Schritt zurück in die Aufbauliga antreten.

Vorsitzende Sabine Schubert erklärt, warum: "Wir hatten pandemiebedingt 2020 zwar nur einige studien- und berufsbedingte Abgänge, aber eben nicht die sonst üblichen Zugänge – vor allem, weil keine neue Studenten in die Stadt gekommen sind. Die studieren ja alle online von daheim aus."

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Schon 2020 hätten die Phantoms nach einem Jahr in der Aufbauliga in der Landesliga antreten wollen, doch die Saison wurde frühzeitig vom Verband abgesagt. Am 15. Dezember war dann Meldetermin, und den Bambergern war dann vieles zu unsicher. In der Landesliga muss man unter anderem einen größeren Kader nachweisen können (35 gegenüber 24 in der Aufbauliga). Sabine Schubert: "Wir haben das mit dem gesamten Team besprochen, keiner hat sich dagegen geäußert oder wollte uns wegen dieser Entscheidung verlassen."

Bamberger sind nicht alleine

Ob der American-Football-Verband Bayern (AFVBy) die Phantoms wirklich in der Aufbauliga platziert, die er eigentlich im Zuge einer größeren Professionalisierung abschaffen wollte, müsse man noch abwarten. Aber der AFVBy habe bei den jüngsten Tagungen zugeben müssen, dass mehrere Vereine sich nicht in der Lage fühlten, die Landesliga zu stemmen. So gibt es zumindest für 2021 noch einmal eine Ausnahmegenehmigung.

Gleiches gelte für die Auflage, dass jeder Landesligist mindestens eine Jugendmannschaft stellen muss. Heuer sind die Klubs davon befreit. Ergänzend bietet der Verband eine Liga im "Sechser-Tackle" an, bei der ein wesentlich kleinerer Kader an Nachwuchsspielern ausreicht. Hier haben die Phantoms ebenso ein Team gemeldet wie in der neuen Flag-Bundesliga Süd-Ost der Senioren, in der Männer, Frauen und Jugendliche mitwirken wollen, die den harten Körperkontakt noch scheuen oder ihn nicht mehr haben wollen.

Und für die Senioren-Tackle-Mannschaft sieht Sabine Schubert im Schritt zurück keinen Makel: "Jetzt spielen wir in einer Liga, in der wir kein Risiko eingehen. Und wenn das Jahr ordentlich läuft und sich der Kader wieder füllt, gehen wir halt 2022 hoch."

Euphorie in Hemhofen

Ganz anders verlief die Corona-Zeit für die Hemhofen Gechers. Die Football-Euphorie sei ungebrochen. Fünfmal in der Woche laden Klubchef Theofanis Triantafillos und das Trainerteam um den Forchheimer Head Coach Brian Madison zu Online-Meetings, um Fitness und taktische Finessen auf einem hohen Level zu halten "für den Moment, in dem wir wieder auf den Platz dürfen – und das ist hoffentlich bald", fügt der Vorsitzende an.

Sogar im Lockdown 2.0 habe man vier Neuzugänge bekommen, das sei "unglaublich". 45 Mann umfasse der Kader: 15 aus der ersten Saison, 15 aus der zweiten und 15 aus der (ausgefallenen) dritten. Und Triantafillos lässt sich von der Euphorie tragen: "Wir nehmen alles mit, was wir kriegen können, und würden gerne aufsteigen." Ganz schön kess für einen Neuling, der bisher in der Aufbauliga dem Ei hinterherjagte.

Das Ausscheiden der Bamberg Phantoms aus der Landesliga bedauert er: "Jetzt sind – Stand jetzt – nur noch fünf Teams in der Liga. Das ist schade." Übrig geblieben sind in der Gruppe Nord-Ost neben den Gechers noch die Bayreuth Dragons, Coburg Black Dukes, Nürnberg Hawks und Weiden Vikings.

HOLGER PETER

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