Samstag, 26.09.2020

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Die Pläne für das Hemmerlein-Gelände stehen

Bürgermeister Martin Walz (CSU) freute sich über die Zusage - 07.08.2020 12:00 Uhr

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"Wir halten uns strikt an die Planvorgaben", betonte Christian Nothaft, der Geschäftsführer der Nürnberger Niederlassung der BPD (Bouwfonds Property Development), des neuen Investors für das Hemmerlein-Gelände.

Mit den ersten Abrissarbeiten auf dem drei Hektar großen Areal wurde bereits begonnen. BPD ist eine 100-prozentige Tochter der niederländischen Rabobank, einer Genossenschaftsbank. Nothaft stellte sein Haus dem Bauausschuss vor. Die Firma BPD steigerte in den letzten Jahren ihre Umsätze enorm, auf zuletzt 700 Millionen Euro. Neben dem Hauptsitz in Frankfurt unterhält sie mehrere Regionalbüros in Deutschland, deren Standorte sich aus Projekten ergeben haben, so Nothaft.

Als Referenzobjekte nannte Nothaft das Hainbrunnengelände in Forchheim (ehemaliges BRK-Heim) und in Nürnberg in der Kreulstraße beim Nordbahnhof sowie die Wörnitzstraßen, wo wie in Neunkirchen Etagenwohnungen und Reihenhäuser entstehen.

Eine gelungene Umgebung durch "qualitätvolle Außenanlagen" und Bezüge zur Vergangenheit sind laut Nothaft Leitlinien der Firma. In Neunkirchen will man ein Wandbild am Bürogebäude des Hemmerleinwerks erhalten und neu platzieren.

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Technischer Leiter Alexander Schmidt präsentierte die bereits entwickelte Feinplanung für die Mehrfamilienhäuser im Norden und Osten des Geländes sowie die 20 Reihenhäuser in der Mitte. Beispielsweise sind "kompakt geschnittene" Vierzimmerwohnungen mit 107 Quadratmetern und Zweizimmerwohnungen mit rund 50 Quadratmetern vorgesehen.

Lediglich bei den Doppelhäusern im südlichen Bereich sieht er kleine Probleme mit den Baufenstern. Wegen der Stellplatzanordnung könnte es hier im vierten Bauabschnitt zu Verschiebungen kommen. Ansonsten ist der Planer überzeugt, die Bauten im Genehmigungsfreistellungsverfahren baurechtlich abwickeln zu können. "Der Bebauungsplan ist gut; seine Festsetzungen sind umsetzbar", hob Nothaft nochmals hervor.

Bürgermeister Martin Walz (CSU) freute sich über die Zusage, dass BPD sich an alle mit dem früheren Investor getroffenen Absprachen halten wolle. Dazu gehört auch das Energiekonzept mit einem Blockheizkraftwerk als Energiezentrale.

Für Bauten im Hemmerlein-Gelände gilt ein Anschlusszwang. Ob angrenzende Gebäude angeschlossen werden können, wollte Nothaft nicht ausschließen, hält das aber für vertraglich kompliziert. Da die Flachdächer der Mehrfamilien- und der Reihenhäuser als Retensionsdächer ausgebildet werden, wird voraussichtlich auf Photovoltaikanlagen verzichtet. Bei den Satteldächern der Doppelhäuser wäre es möglich, soll aber ins Belieben der Bauherrn gestellt werden.

Wohin mit dem Kindergarten?

Vor der Sitzung war der Bauauschuss in Ermreuth, um den Kindergarten anzusehen. Seit etlicher Zeit diskutiert man immer wieder, ob das ältere Gebäude generalsaniert werden soll oder ein Neubau günstiger käme. Der Architekt Lutz Pasemann stellte dem Gremium einen Kostenvergleich mit fünf Varianten vor. Demnach käme ein Neubau eines zweigruppigen Kindergartens an einem fiktiven anderen Standort auf rund 1,5 Millionen Euro.

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Die teuerste Variante wäre ein Neubau am selben Ort, in dem neben einem Ortsteilzentrum (Bücherei und Saal), ein Dorfladen und Räume für die Theatergruppe integriert wäre. Kaum günstiger käme eine Generalsanierung mit einem Anbau, wie der Träger Diakonie ihn entworfen hat.

Schnell kristallisierte sich in der Diskussion heraus, dass die Bücherei als beliebter Treffpunkt im Ort im selben Haus bleiben solle, aber kein großes Ortsteilzentrum angestrebt wird. Schon sicher ist, dass unabhängig von der gewählten Variante keine Container während der Bauzeit aufgestellt werden müssen. Die Ermreuther Kinder könnten während der Bauphase in den neuen Kindergarten bei der Mittelschule.

Pasemann soll nun im Detail vergleichen, ob die Generalsanierung mit energetischer Ertüchtigung wirtschaftlicher ist als ein Neubau für Kita und Bücherei. Im September will der Marktgemeinderat das Thema aufgreifen.

Mit den ersten Abrissarbeiten auf dem drei Hektar großen Areal wurde bereits begonnen.


Pauline Lindner

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