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Die SpVgg Jahn Forchheim nimmt die nächste Hürde

Die Stadt hat die Baupläne für die Fußballplätze genehmigt, jetzt ist der BLSV am Zug - 09.06.2021 14:17 Uhr

Bald soll es losgehen auf dem einstigen Areal des VfB 1861 im Stadtnorden. Die SpVgg Jahn als neuer Hausherr scharrt schon mit den Hufen, doch die Mühlen der Institutionen mahlen langsam.
 

08.06.2021 © Holger Peter, NN


Anfang März war bekannt geworden, dass der Verein seine Baupläne noch einmal ändern musste, weil eine aus verschiedensten Gründen eine finanzielle Unterdeckung von einer halben Million Euro entstanden war. Mit dem neuen Architekten (der Vorgänger war überraschend verstorben) überarbeiteten die Vereinsverantwortlichen die Pläne noch einmal und reichten sie am 12. April beim städtischen Bauamt ein.

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Die SpVgg Jahn Forchheim - von den Turnvätern bis heute

Der Turnverein 1904 Forchheim war die Keimzelle, die 1924 gegründete Sportvereinigung Forchheim dann das Sammelbecken der von den Turnern verschmähten Fußballer. 1947 fusionierte man zur Sportvereinigung Jahn Forchheim, in der seither viele Sportarten betrieben wurden. Manche sind in der Versenkung verschwunden, andere neu dazu gekommen.


Das Projekt der SpVgg war auch Thema einer Bauausschusssitzung Mitte Mai. Da gab es keine Einwendungen gegen das Projekt. So sei das Licht der Flutlichtanlage sei mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt worden, um möglichst insektenfreundlich zu sein, so Bauordnungsamtsleiter Stefan Kindler in der Sitzung. Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) bezeichnete die Maßnahmen als ein „wichtiges Signal, dass es weiter geht.“

Lange hat sich seither nichts getan. Vergangene Woche hat der Jahn nun die Genehmigung für seine drei Fußballfelder erhalten – immerhin ohne Einschränkungen. Jetzt sei das Ganze wieder in München beim Bayerischen Landessportverband (BLSV). „Der hat uns bereits mitgeteilt, dass aus urlaubstechnischen Gründen nicht vor dem 15. Juni mit der Bearbeitung zu rechnen ist“, so Vorstandsmitglied Uwe Schüttinger.

"Das sollte nicht lange dauern"

Der hat Hoffnung, dass es bald weiter gehen kann, damit der Spielbetrieb möglichst bald in der neuen Heimat beginnen kann. Bekanntlich entsteht auf dem alten Areal ein neues Wohngebiet, an der Jahn-Halle haben die Abrissarbeiten schon begonnen. „Die Fußballfelder sollten beim BLSV eigentlich schnell von der Hand gehen. Da ist ja alles klar - es fehlte ja nur die dritte Flutlichtanlage. Das sollte nicht länger als 14 Tage dauern.“

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Von der Turnhalle zum Kulturtempel: Die Jahn-Halle Forchheim

Mit dem geplanten Umzug und dem Geländeverkauf der SpVgg Jahn ist ihr Schicksal besiegelt. Die Forchheimer Jahn-Kulturhalle wurde zwischen 1924 und 1926 gebaut. Tag für Tag arbeiteten an die 100 Mitglieder ehrenamtlich auf der Baustelle mit. Bereits in den ersten Jahren wurde sie nicht nur als reine Turnhalle genutzt, sondern auch als Veranstaltungsort. Wir blicken in Bildern zurück.


Die Zeit drängt ein wenig. Denn die SpVgg will die Sportplätze bereits ansäen, damit der Sportbetrieb wieder ab Herbst aufgenommen werden kann.

Für die restlichen Arbeiten sind wegen der Umplanungen – schließlich nutzt der Verein nun auch das ehemalige Sportheim des VfB 1861, das in den ursprünglichen Plänen abgerissen werden sollte – ein paar neue Gutachten nötig wie zum Beispiel in Sachen Brandschutz und eine neue Berechnung der Ausgleichsflächen. Ebenso seien noch ein paar Sachen mit beziehungsweise von der Stadt zu klären, die sich unter anderem wegen der Corona-Pandemie verzögert hätten, so Schüttinger.

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Die Forchheimer Jahn-Halle - ein Juwel wartet auf den Abrissbagger

Große Pläne hatte der 1904 gegründete TV Jahn Forchheim in den 20er Jahren: Eine eigene Halle sollte her. Die Jahn-Halle war - auch nach der Fusion mit der Sportvereinigung Forchheim im Jahr 1947 - viele Jahrzehnte lang ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Forchheim. Im Spätsommer sollen die Bagger anrollen. Auch die Jahn-Halle muss dem Wohngebiet "Philosophenviertel" weichen, der gesamte Verein zieht in den Stadtnorden um. Wir blicken nostalgisch zurück und haben mit zwei Jahn-Urgesteinen noch einmal einen Rundgang durch "ihre" Halle unternommen.


In der Bauausschusssitzung war vereinbart worden, die abschließende Planung mit Sportheim, Tennisplätzen, Traglufthalle, Padeltennisanlage und den Nebenanlagen zeitnah vorzulegen.

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