Ebermannstadt: Die erste Ernte ist verteilt

25.5.2020, 16:11 Uhr
Knackfrisch und direkt vom Feld: Die Initiative Solawi hat in Ebermannstadt die ersten Radieschen geerntet.

Knackfrisch und direkt vom Feld: Die Initiative Solawi hat in Ebermannstadt die ersten Radieschen geerntet. © Foto: privat

In den letzten Wochen hat sich viel auf dem Solawi-Feld getan. Das Säen, Pflanzen und Pflegen der Kulturen brachte viel Arbeit mit sich. Durch den wenigen Regen mußte das Wasserfass gefüllt und der Acker bewässert werden. Dem Unkraut jedoch reichte auch der wenige Regen zum Wachsen. So gehörte, neben dem Gießen, das Hacken der Beete zu den Hauptaufgaben der Solawi-Gärtner. Dafür wurde die Solawi bisher mit gut gedeihenden Salat- und Gemüsepflanzen belohnt.

Vergangene Woche war es dann endlich soweit. Die Ernteteiler durften erstmals ihren wöchentlichen Ernteanteil entgegennehmen. Der bestand aus Salat, Radieschen, Rucola und Spinat.

Gerne hätte man an diesem besonderen Tag ein Fest für alle Solawi-Mitglieder organisiert, jedoch erfordern die derzeitigen Umstände noch, darauf zu verzichten. Das soll nachgeholt werden, sobald sich die Lage entspannt hat.

Die Vorbereitungen für den Abholtermin begannen schon am Mittwochabend. Die Solawi-Gärtner starteten mit der Ernte und bündelten als erstes die Radieschen. Donnerstagvormittag ging es dann richtig zur Sache, als kistenweise Salat, Spinat und Rucola vom Feld geholt, verladen, gewaschen und nach Ebermannstadt transportiert wurden.

Für insgesamt 60 Ernteteiler wurden Salat und Gemüse im Abholcontainer bereitgestellt. Ab 14 Uhr fanden sich die ersten Mitglieder ein und nahmen ihre Ernte entgegen. Bis um 20 Uhr stand der Vorstand der Solawi am Abholcontainer bereit und begrüßte jeden einzelnen Ernteteiler. Alle wurden in das Abholprozedere eingewiesen und bei Bedarf beim Griff zur richtigen Salatsorte oder beim Abwiegen des Spinats unterstützt.

In Zukunft wird lediglich eine Tafel darüber informieren, welche Gemüsesorten mitgenommen werden dürfen und wieviel jedem Ernteteiler zusteht. Jeder Ernteteiler holt selbständig sein Gemüse ab, ohne dass jemand am Abholcontainer steht, der das Ganze betreut und überwacht. Es ist ein System auf Vertrauensbasis und Solidarität. Denn auch derjenige, der als letztes seinen Anteil holt, soll sich darauf verlassen können, dass noch genug für ihn übrig ist.

In den nächsten zwei bis drei Wochen dürfen sich die Ernteteiler über verschiedene Salatsorten, Spinat und Kräuter, wie Schnittlauch und Petersilie freuen.

Und sogar Eiszapfen wird es geben. Und das bei 20 Grad über Null? Ja, denn diese Mini-Rettichsorte werden die Ernteteiler kommende Woche in ihrem Erntekorb finden. Ab Juni ergänzen Fruchtgemüse das Programm. Im Herbst werden dann die verschiedenen Gemüsesorten auf die Ernteteiler zukommen.

Für dieses Jahr sind alle Ernteteile vergeben, Interessenten können sich einen Platz auf der Warteliste sichern.

Informationen unter www.solawi-ebermannstadt.de

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