Ebermannstadt: Literarische Teestunde feiert Jubiläum

14.2.2017, 12:00 Uhr
Ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Fränkische Schweiz prägten die Literarische Teestunde mit der Lesung einiger „Zufalls“-Geschichten aus der Feder von Brigitte Werner.

Ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Fränkische Schweiz prägten die Literarische Teestunde mit der Lesung einiger „Zufalls“-Geschichten aus der Feder von Brigitte Werner. © Foto: Marquard Och

Seit 1992 gibt es die literarische Teestunde nun schon. Inzwischen fand die 43. Auflage statt — und dort war die Autorin Brigitte Werner ein richtiger Überraschungsgast: Die Inhaber der "Buchhandlung Fränkische Schweiz", Irene Peter und Wolf Sander, hatten die Schriftstellerin aus dem "Ruhrpott" nach deren Lesung in Stuttgart zu dem Jubiläumstreffen in Ebermannstadt gelotst. Großer Überredungskunst bedurfte das nicht, war die ehemalige Grundschullehrerin mit ihren Geschichten doch bereits zweimal bei Veranstaltungen der Buchhandlung zu Gast.

"Schönheit des Augenblicks"

Dieses Mal ging es also um absonderliche Zufälle, die Brigitte Werner von Kind an passiert sind. Aus einer Reihe von Kolumnen entstand daraus nach Anregung ihres Verlegers ein Büchlein mit 25 Zufällen, darunter "Von der Schönheit des Augenblicks" oder "Dem Tag als ich Renate wurde".

"Das Schreiben flutschte, es knallte, zischte – erfrischte und belebte mich", schilderte die Bochumerin. Die ehemaligen Abiturienten Joachim Albrecht, Annika Distler, Michael Landgraf, Alexander Frank, Tatjana Zeilmann, Lisa Seeler und Barbara Deckert, verliehen den einzelnen Passagen gefälligen Ausdruck. Nach der Teepause wechselten die Vorleser, die Schüler Antonia Klaußner, Kathrin Prütting, Antonia Pospiech, Katharina Deckert, Jana Keller, Andre Krippner tauchten ein in die "Mondaugen" oder in "Herrgott nochmal".

Große Leistung

Kein Zufall: Mit einem Tulpenstrauß verneigte sich der Rektor Erhard Herrmann vor Steffi Nickolai, der Gründerin der literarischen Teestunde, und ihrer Leistung.

Die große Beliebtheit der Veranstaltung belegt die Statistik: Über 1100 Gäste schenkten seither ihr Gehör den 100 Werken von 80 Schriftstellern aus 23 Nationen. Rund 350 Schüler nahmen außerhalb des Unterrichts an mehr als 2000 Probe- und Vorlesestunden teil, daneben backten die Gymnasiasten 130 Kuchen, kochten und servierten einen halben Hektoliter Tee.

Für die "geistige Begleitung" dankte Steffi Nickolai dieses Mal dem Nürnberger Literaturprofessor Michael Zeller (bekannte Romane "Die schwarze Schachtel", "Falschspieler"), der wieder an zwei Schultagen die Lesestunden begleitete. Dessen in der Noris besuchtes "Literarisches Gabelfrühstück" war einst die "Steilvorlage" zur Teestunde.

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