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Egloffsteins Ortskern soll deutlich attraktiver werden

Die Gemeinde und das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) - 22.03.2019 14:00 Uhr

Der Markt Egloffstein — hier im Bild das historische Rathaus — steht finanziell wieder besser da als in der Vergangenheit. Die Gemeindekämmerin pocht weiter auf eine sparsame Haushaltsplanung. © Rolf Riedel


Auch im ISEK ist das räumliche Umfeld des Marktplatzes als Sanierungsziel der obersten Priorität eingestuft worden. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung einen erneuten Ortstermin am alten Rathaus mit Begutachtung der rückwärtigen Nebengebäude durchgeführt.

Der Ausschuss kam überein, zumindest diese Nebengebäude, das ehemalige Gemeinschaftsgefrierhaus, die darunter befindliche Holzlege und den Anbau mit den ehemaligen Praxisräumen der Arztpraxis Wölfel zurückzubauen. Schon im Vormonat fand eine Besprechung bei der Regierung von Oberfranken bezüglich der ISEK-Ergebnisse statt. Resultat: Neubauten werden grundsätzlich nicht über Städtebaumittel gefördert. Ebenso würde ein Abriss den grundlegenden Zielen des Erhalts der Vielfalt der Ortskerne widersprechen. Über das Städtebauprogramm „Innen statt Außen“, das sich explizit mit dem Erhalt und der Revitalisierung von Ortskernen beschäftigt, wurde eine Förderung in Höhe von 80 Prozent in Aussicht gestellt.

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Sowohl aus vergaberechtlichen Gründen als auch als Grundvoraussetzung für eine Städtebauförderung ist die Durchführung eines Wettbewerbs unabdingbar. Deshalb war der Bamberger Architekt Franz Ulrich in die Sitzung gekommen, nachdem er in der Novembersitzung die Grundzüge eines solchen Architektenwettbewerbs schon einmal erklärt hatte. Nach Rücksprache mit der Regierung von Oberfranken könnte ein solcher Wettbewerb mit 80-prozentiger Förderung unterstützt werden. Der Gemeinderat beschloss deshalb, für die Neugestaltung des Marktplatzes, die Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie die Sanierung des historischen Rathauses einen Wettbewerb zu starten.

Im Mittelpunkt des Interesses steht der Erhalt des historischen Rathauses, der Rückbau und Abriss der rückwärtigen Gebäude, die Neugestaltung des Außenumfeldes und im rückwärtigen Bereich die Schaffung von Parkplätzen. Um dieses Ziel zu erreichen, wie im ISEK definiert, ist als Rechtsinstrument eine Sanierungssatzung nach dem Baugesetzbuch erforderlich.

Weil Egloffstein seit 20 Jahren über eine solche Satzung verfügt, wurde diese entsprechend modifiziert – und die alte Satzung außer Kraft gesetzt. Darin enthalten ist die Festlegung des „Kernortes“ und die des Sanierungsgebietes.

Rolf Riedel

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