Freizeitdruck entsteht nicht durch sicherere Wege

Ein intelligentes Radwegenetz schützt die Fränkische Schweiz

Patrick Schroll
Patrick Schroll

stv. Redaktionsleiter Nordbayerische Nachrichten Forchheim

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21.10.2021, 11:58 Uhr
Naturbelassene Radwege fügen sich anders als asphaltierte Strecken besser in die Umgebung ein. 

Naturbelassene Radwege fügen sich anders als asphaltierte Strecken besser in die Umgebung ein.  © Klaus Trenz, NN

Mehr Radwege werden der Region und der Natur nicht schaden, sofern das Wegenetz intelligent ausgebaut wird. Dazu zählt, den Eingriff in den Naturraum so gering wie möglich zu gestalten. Dafür gibt es ausgewiesene Schutzgebiete. Zwar verkompliziert dies die Planungen, garantiert aber, dass das geschützt wird, was schützenswert ist.

Führt der Weg entlang von Flüssen oder Tälern – also mitten durch die Natur – dann bitte auch mit naturbelassenen Wegen und nicht mit Asphalt. Das verlangt alleine schon die Optik und das Fahrgefühl.

Erst der Lückenschluss macht den naturschonenden Ausflug möglich

Jeder Lückenschluss ist zu begrüßen, weil er es ist, der das Rad erst zu einer echten Ausflugs-Alternative macht. Zentrale Auto-Parkplätze, angebunden an das vernetzte Radwegesystem der Zukunft, könnten den Straßenverkehr reduzieren.

Sicherere Radwege-Verbindungen alleine waren es nicht, die den Freizeitdruck erhöht haben. Der Druck ist vielmehr entstanden, weil die Menschen in der Pandemie wenige Alternative hatten. Da lag das Gute einfach näher und war auch ohne Beschränkungen erreichbar.

Im nächsten Jahr schon steht die Fränkische vor einem Besucherrückgang, prognostiziert Tourismuschef Matthias Helldörfer. Die Menschen holen Fernreisen nach. Zeit, in der Fränkischen die Versäumnisse im Radwegebau nachzuholen.

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