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Energie- und Klima-Allianz Forchheim will bewusst machen

Initiative wird zum Verein und will eine feste Größe im Landkreis werden - 07.02.2017 06:00 Uhr

Lokaler Starkregen und Überschwemmungen wie in Neunkirchen 2013 sind Zeichen des Klimawandels. Die Energie- und Klima-Allianz Forchheim will das ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

06.02.2017 © Archivfoto: fra-press


Zum sechsten Mal jährt sich im März die Nuklear-Katastrophe von Fukushima. In der Zeit danach gingen auch in Forchheim zahlreiche Menschen auf die Straße, um einen Austritt Deutschlands aus der Atomenergie zu fordern. Ganz vorn mit dabei: Die heutigen Mitglieder der Energie- und Klima-Allianz (EKA). „Aber als die Energiewende beschlossen war, ist die Forchheim- Initiative zerlaufen“, erinnert sich Barbara Cunningham.

Sie und einige Mitstreiter wollten das nicht hinnehmen. Vor rund drei Jahren beschlossen sie, das damalige Bündnis unter neuem Namen wiederzubeleben: Die Energie- und Klima-Allianz wurde gegründet — und hat sich seitdem im Landkreis etabliert: Die Verleihung des „EKA-Klima-Preises 2016“ oder der Klimakarpfen sowie die Organisation von Ausstellungen, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen — alles unter der Leitlinie Klimaschutz — zählen die Initiatoren zu ihren Impulsen.

Nun wollen die Mitglieder einen weiteren Schritt gehen — und aus dem lockeren Verbund einiger Engagierter einen Verein machen, der auch rechtlich auf sicheren Füßen steht. „Erstens wird uns der Klimawandel und die Energiewende noch länger beschäftigen“, erklärt Barbara Cunningham. Zweitens sei es auf diesem Weg möglich, Gemeinden oder Firmen mitzunehmen. Drittens könnte Spendern anders als bisher dann eine Spendenquittung ausgestellt werden, betont Emmerich Huber.

Auch die Vereinsziele sind vielschichtig. „Zum einen geht es uns darum, das Thema Klimawandel und Energiewende in der öffentlichen Diskussion zu halten“, so Emmerich Huber. Daneben will der Verein Basis für ein Netzwerk sein, dem auch Firmen oder Kommunen angehören. So können zum Beispiel Informationen gestreut werden, etwa wenn ein Unternehmen besonders energieeffizient arbeite.

Ziele und Aufgaben des neuen Vereins sollen in der Satzung verankert werden. Die Gründungsversammlung beginnt am Donnerstag, 9. Februar, um 19 Uhr, mit einem öffentlichen Vortrag von Professor Thomas Foken aus Bayreuth. Er spricht über Klimaveränderungen in Oberfranken. Gegen 20.30 Uhr beginnt dann die offizielle Gründung.

JANA SCHNEEBERG

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