Erfreuliche Bilanz für 2020: Kein einziger Verkehrstoter

22.3.2021, 17:58 Uhr
Erfreuliche Bilanz für 2020: Kein einziger Verkehrstoter

© Archivbild: Rolf Riedel

Die Rohheitsdelikte wie beispielsweise Körperverletzung und Raub stiegen 2020 im Vergleich zu 2019 um 15 Fälle auf insgesamt 183. Vor allem im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzungen erfolgte ein Anstieg. Einfache Körperverletzungen blieben auf einem konstanten Niveau und machten mit ihren 92 Fällen etwa die Hälfte der Rohheitsdelikte aus.

Weniger Alkoholfahrten

Im Bereich der Eigentumsdelikte ist ein Rückgang von 148 Fällen im Jahr 2019 auf 126 Fälle im Jahr 2020 zu verzeichnen. Das gilt sowohl für den schweren als auch für den einfach gelagerten Diebstahl. So verringerte sich beispielsweise die Zahl der Wohnungseinbrüche im Dienstbereich Ebermannstadt von acht im Jahr 2019 auf fünf im Jahr 2020. Auffallend ist der Rückgang von Fahrraddiebstählen von 17 auf sieben, was sich vermutlich durch verbesserte Sicherungseinrichtungen wie Panzerschlösser erklären lässt.

Jedoch stiegen die gemeldeten Ladendiebstähle um weitere 10 Fälle auf 28. In knapp 90 Prozent der Fälle konnten die Täter von der Polizei ermittelt werden. Ein wichtiges Instrument, um Langfinger zu erwischen, sind Videoaufzeichnungen. Auch geschultes Verkaufspersonal und Ladendetektive leisten aus Sicht der Polizei einen nicht unerheblichen Beitrag zu diesem Ermittlungserfolg.

Zunehmend Sorge bereitet der Polizei der Betrugssektor. Hier ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 33 Prozent auf 92 Taten zu verzeichnen. 2019 waren es noch 69 Fälle. Das wichtigste Spielfeld für Betrüger ist das Internet: Dort werden ahnungs- und arglose Bürger häufig Opfer von sogenannten "Fake Shops". Auch bestellte und per Vorkasse bezahlte Ware wird von Verkäufern, die ihre wahre Identität verschleiern, nicht geliefert. Außerdem gewinnen Delikte an Senioren immer mehr an Bedeutung: Banden versuchen etwa, das Vertrauen älterer Menschen zu gewinnen, in dem sie am Telefon vorgauckeln, ein Verwandter zu sein (Stichwort: Enkeltrick). Die Täter täuschen dann eine finanzielle Notsituation vor und bewegen ihre Opfer dazu, bei der Bank größere Geldsummen abzuheben. Das Geld wird dann etwa von vermeintlichen Freunden des angeblich in Not geratenen Verwandten abgeholt. Speziell geschulte Ermittler versuchen hier, die Drahtzieher dieser Betrugsmasche zu ermitteln und diesen das Handwerk zu legen.

 

Auf hohem Niveau bewegt sich die Zahl der Sachbeschädigungen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl 2020 um weitere acht Fälle auf insgesamt 149. Beinahe bei jeder dritten Straftat davon ist ein Täter ermittelt worden. Bei derartigen Taten, die sich auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen abspielen, ist die Polizei bei der Aufklärung auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Weiterhin wirft die Polizei ein wachsames Auge auf den Bereich der Rauschgiftdelikte. Hier ist 2020 eine Steigerung um weitere 13 Fälle auf insgesamt 66 Verstöße zu verzeichnen.


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Vermutlich bedingt durch Corona und die damit zusammenhängenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens ging das Unfallgeschehen in der Fränkischen Schweiz erheblich zurück: 2020 wurden bei der Polizei Ebermannstadt 1062 Unfälle registriert. 2019 wurden noch 1208 aufgenommen, was einem Rückgang um über zwölf Prozent entspricht. Während 2019 noch drei getötete Motorradfahrer und ein getöteter Fahrradfahrer zu beklagen waren, verzeichnete man 2020 keinen einzigen Verkehrstoten. Auch die Zahl der Alkoholfahrten ging im Vergleich zu 2019 spürbar zurück: Es wurden 2020 nur fünf alkoholbedingte Unfälle aufgenomme, im Vorjahr waren es noch 13 gewesen. Dem gegenüber stehen 16 festgestellte Fahrten unter Alkoholeinfluss, während 2019 noch 30 betrunkene Fahrer aus dem Verkehr gezogen wurden.


Einer der spektakulärsten Fälle 2020: Geldautomatensprengung in Hiltpoltstein


Sorge bereiten den Beamten aus EBS die Zunahme an Fahrten unter Drogeneinfluss. Während 2019 noch 13 Autofahrer unter dem Einfluss berauschender Mittel unterwegs waren, erhöhte sich deren Zahl 2020 um weitere 15 auf dann 28 – mehr als eine Verdoppelung. Hier wirkt sich der Einsatz von Drogentestgeräten und geschultem Personal aus.

 

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