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Montag, 06.04.2020

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Forchheim: 34 zusätzliche Stellen bei der Stadt

Kitas und Baubehörde profitieren. Kultur bekommt viereinhalb Stellen. - 26.02.2020 06:00 Uhr

Für die Kitas der Stadt wird es künftig insgesamt vier Springerinnen geben. "Das ist ein gutes Signal", sagt Oberbürgermeister Kirschstein. © Ralf Rödel


Die Stadtmitarbeiter schieben jede Menge Überstunden vor sich her (wir berichteten) und in Referaten wie etwa dem Bauamt arbeiten die Mitarbeiter oft bis zum Anschlag. Dass der Bedarf da ist, neue Mitarbeiter einzustellen, darüber waren sich die Stadträte einig. Doch, so Manfred Hümmer (FW), man müsse sich "einzelne Referate genauer anschauen". Annette Prechtel, FGL-Oberbürgermeisterkandidatin, wünschte sich "das öffentlich zu diskutieren, wo Stellenmehrungen stattfinden".

Udo Schönfelder, CSU-Oberbürgermeisterkandidat, hingegen wetterte, man müsste "das Organigramm ändern und den Haushalt erst nach der Wahl beraten. Das ist suboptimal vier Wochen vor der Wahl", schimpfte Schönfelder, dem auch "eine Definition der Aufgaben" fehlte.

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) stellte wiederholt fest, "dass der Haushalt im Wahljahr immer zwischen Legislatur und Wahl stattfindet". Auch stellte Kirschstein klar, dass ein neugewählter Stadtrat "nichts rückabwickeln kann". 34 neue Stellen wird es geben, und zwar "flächendeckend", bestätigt der Oberbürgermeister. Im Bauamt, Bauhof und in der Bauordnungsbehörde wird es neue Mitarbeiter geben, die Arbeit dort sei "sehr personalintensiv".

Auch im sozialen Bereich, und hier besonders in den Kitas, darf man sich über neue Kollegen freuen: Dort wird es zwei neue Vollzeitspringerinnen geben, die als eine Art mobile Reserve die beiden bestehenden Springerinnen unterstützen. "Bei insgesamt sechs Einrichtungen ist das ein gutes Signal", so Kirschstein.

Und die Kultur? "Ich hatte ein Kulturamt versprochen", sagt das Stadtoberhaupt. Doch "alleine das Etikett an der Tür bringt niemanden weiter". "Im Juli 2019 hatten wir den Kulturentwicklungsplan angenommen, im November 2019 gab es einen Workshop zusammen mit den Stadträten, der skizzierte, wie ein Kulturreferat aussehen könnte", erklärt Kirschstein.

Viereinhalb Stellen wurden vom Ausschuss geprüft und gebilligt und stehen nun im Stellenplan-Entwurf. Eine "solide Ausstattung", wie der OB findet, "damit die Erwartungen gedeckt werden". Diese vier Stellen gliedern sich auf in eine Leitungsposition, eine Assistenz, die Kulturvermarktung und Kulturförderung.

Als nächstes werden nun die Personalaufwendungen berechnet, sprich: man prüft: Kann sich die Stadt das leisten? Dann muss der Stellenplan beschlossen werden (Ende April), dann wird es eine öffentliche Ausschreibung der Kultur-Stellen geben, Vorstellungsgespräche, Personalakquise. "Kultur ist kein Randthema", sagt Kirschstein, "vor der Sommerpause 2020" soll das neue Kulturamt stehen.

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