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Forchheim: Attraktionen wie Perlen präsentieren

Am Rundgang zum "Tag der Städtebauförderung" nahmen rund 20 Interessierte teil — Querachse durch die Stadt von Ost nach West - 15.05.2017 06:00 Uhr

Wo ist noch Nachholbedarf in punkto Barrierefreiheit und wie kann die Stadt ihre Sehenswürdigkeiten künftig besser präsentieren? Darüber diskutierten die Bürger mit den Verantwortlichen. © Fotos: Jana Petersen


Vor dem Rundgang vom Bahnhof über den Paradeplatz zum Rathaus bis hin zum Kaiserstrand wurde die Regierungspräsidentin Oberfrankens, Heidrun Piwernetz, bei ihrem erstmaligen Besuch in Forchheim begrüßt.

"Die Städtebauförderung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Gemeinden, das sich seit über 40 Jahren als ein Erfolg erweist. Ihre finanzielle Unterstützung bei besonderen städtebaulichen Problemen ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.

Blick in den ehemaligen Krankenhaus-Garten der Stadt.


Durch die Städtebauförderung können Bürger sich in den Planungsprozess einbringen und Konflikte daher früh erkannt werden. Ohne die Förderung wären viele Projekte kaum möglich gewesen", berichtete Uwe Kirschstein. Durch die Unterstützung konnte das neue Bürgerzentrum, das Haus der Wohnungswirtschaft, Spielplätze und eine Skaterbahn, sowie der Abbruch des alten Krankenhauses und der Neubau der Stadtbücherei möglich gemacht werden.

Damit Forchheim in Zukunft besser erlebt werden kann, sollen die "Perlen auf der Achse", wie die wichtigsten Attraktionspunkte in dem Projekt heißen, gestärkt werden. Die befinden sich zwischen dem Bahnhof und der Sportinsel. "Besonders das Rathaus gehört zu einer unseren wichtigsten Perlen", so Bauamtsleiter René Franz. "Viele Menschen von außerhalb steigen zwar in Forchheim aus, schauen sich eventuell noch das Kunstwerk von Arne Quinze an, aber gehen dann meistens schon wieder zurück zum Bahnhof. Das Rathaus oder die Kaiserpfalz bleiben ihnen dann verborgen. Deshalb sollte der Weg dorthin weiter ausgebaut werden."

Damit die schönsten Ecken möglichst für jeden erreichbar sind, ist auch die Barrierefreiheit ein großes Thema. "Was bringen uns die Perlen, wenn sie nicht für jeden zugänglich sind?", fragte Susanne Malik vom Stadtplanungsamt in die Runde und Anton Hammer, der extra aus Hausen zu dem Rundgang nach Forchheim kam, erzählte, dass "jeder die Möglichkeit haben soll, die Attraktionen zu erreichen".

Mit der Ankunft der etwa 20 Bürger und Bürgerinnen wurde aus der Theorie schnell Praxis: Jeder konnte seine Kritik äußern und Verbesserungsvorschläge einbringen. Erste Diskussionen gab es über den Bahnhof, der bisher nicht barrierefrei ist. "Ich kann nur vom ersten Gleis abfahren, woanders komme ich mit meinem Rolli nicht hin", berichtet Monika Reintges, die auf ihren Rollstuhl angewiesen ist.

Positive Rückmeldungen gaben die Bürger zu den neuen Bänken am Paradeplatz. Kritisiert wurden die Ein- und Ausfahrten des Kreisverkehrs.

Ein großer Diskussionspunkt des Rundgangs war das Rathaus. "Es sind noch so viele Fragen offen, was mit dem Rathaus passiert. Wie werden wir es in Zukunft erleben können?", fragte ein Bürger. "Das historische Rathaus wird auch in Zukunft der Sitz des Oberbürgermeisters sein. Die Stadtratssitzungen werden weiter dort stattfinden", so René Franz.

Beendet wurde der Rundgang am Kaiserstrand. Der ist bisher nicht barrierefrei und Menschen im Rollstuhl beispielsweise können ihn nicht erreichen. Ob sich das in Zukunft ändern wird? "Der Stadtstrand ist in seinem ersten Jahr und ist somit ein Probelauf. Bisher ist es nicht möglich, diesen barrierefrei zu gestalten. Wenn er aber gut ankommt und auch die nächsten Jahre bestehen bleibt, wird es auch hier nötig sein, über eine eventuelle Barrierefreiheit zu diskutieren", so Edith Fießer (FGL).

Bilderstrecke zum Thema

Rundgang durch Forchheim zum Tag der Städtebauförderung

"Forchheim QUERdenken" war das Motto dieses Rundgangs durch die Stadt. 20 Interessierte nahmen teil, großes Thema war die Belebung der Innenstadt durch eine "Querachse" von Ost nach West, wie es das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) vorsieht. Die Bürger konnten dabei Verbesserungsvorschläge äußern.


  

JANA PETERSEN

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