18°

Montag, 26.08.2019

|

Forchheim: Bündnis gegen neuen BayWa-Standort hat erste Erfolge

"Grüne Visitenkarte" der Fränkischen Schweiz soll erhalten bleiben - 07.08.2019 14:00 Uhr

Sigritzau (hier links des Kersbacher Kreisels) und Umgebung sollen "die grüne Visitenkarte der Fränkischen Schweiz" bleiben, findet das Aktionsbündnis - und forciert ein Bürgerbegehren. © Ralf Rödel


Buchholz Seine Mitstreiter, das sind Mitglieder des unlängst unter BN-Ägide entstandenen „Aktionsbündnisses Pro Wiesenttal“. Ziel: den Neubau auf der grünen Wiese nahe Sigritzau mittels eines Bürgerbegehrens zu verhindern.

Dafür hat das Bündnis am Samstag erstmals in der Forchheimer Fußgängerzone Unterschriften gesammelt – und wird das fortan auch an den kommenden Samstagen machen. Bislang haben sie rund 200 Unterstützer-Autogramme beisammen. Das Quorum für ein Bürgerbegehren: etwa 2500. Grünen-Politiker Emmerich Huber setzt die 200 bisher erhaltenden Unterschriften ins Verhältnis: „Zum Start des ,Rettet die Bienen‘-Begehrens hatten wir im gleichen Zeitraum erst knapp 150.“

Bilderstrecke zum Thema

Der geplante BayWa-Standort in Forchheim im Überblick

Am Kersbacher Kreisel im Wiesenttal soll auf 25.400 Quadratmetern ein neuer BayWa-Standort entstehen. Vier Gebäude, eine Tankstelle und Umschlaganlage sind geplant. Was im Detail geplant ist und warum es daran erhebliche Kritik gibt, zeigt die Bildergalerie.


Dabei stellt das Aktionsbündnis klar: „Wir haben absolut nichts gegen Siemens oder die BayWa.“ Der BN-Ehrenvorsitzende Hansotto Neubauer erklärt: „Die BayWa hat das Recht auf einen guten Standort – aber nicht auf den allerbesten, wenn es auf Kosten der Allgemeinheit geht.“

Bilderstrecke zum Thema

Big Business: Das sind die zehn größten Firmen Forchheims

Der Firmenstandort Forchheim boomt, viele Betriebe setzen in den Bereichen Produktion, Innovation und Logistik auf die Große Kreisstadt. Wir haben die zehn größten Firmen in Forchheim, gemessen an der Mitarbeiter-Zahl, in dieser Bildergalerie zusammengestellt (Stand: 2018).


Sigritzau und die Wiesen und Wälder um den Ort seien „die naturschützerische Seele Forchheims“, meint Edith Fießer (FGL). Mit der Umsiedelung „verkaufe“ man diese Seele. Alfons Eger von der Biwo bereiten vor allem die von der BayWa geplanten Getreidespeicher Sorgen: „Dort wird dann Rattengift eingesetzt, das dann in die Nahrungskette gelangt. Tote Vögel und Störche sind die Folge.“

BN-Geschäftsführer Friedrich Oehme sieht im Vorgehen der Stadt sogar Verstöße gegen das Naturschutzgesetz und Baurecht: „Hier hat keine gerechte Abwägung stattgefunden.“ Einhellige Meinung des Bündnisses: die Stadt habe sich bei der Suche nach Alternativ-Standorten, von denen es nach Ansicht der Aktivisten genügend gebe, bisher wenig bis gar keine Mühe gegeben.

Noch bis 26. August kann gegen die Baupläne zur BayWa-Umsiedlung, die im Stadtbauamt (Birkenfelderstraße 2) öffentlich ausliegen, Einspruch erhoben werden.

  

11

11 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Forchheim