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Samstag, 15.08.2020

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Forchheim: Drei neue Kitas für die Jüngsten

Auf der Reuther Hut, im ehemaligen Schneckenhaus und in Buckenhofen sind neue Kinder-Einrichtungen geplant. - 10.07.2020 06:00 Uhr

Auf einem rund 9000 Quadratmeter großen Grundstück auf der Reuther Hut, in nächster Nähe zum Sportplatz, soll für 5,4 Millionen Euro ein neuer sechs-gruppiger Kindergarten entstehen.

© Foto: Berny Meyer


Die Stadt hat das ehemalige „Schneckenhaus“ in der Sudetenstraße gekauft. Bevor die Kinder einziehen, muss saniert werden.

© Foto: Roland Huber


Einen Batzen Geld nimmt die Stadt Forchheim in Reuth in die Hand. Gerade im Forchheimer Osten ist der Bedarf an Betreuungseinrichtungen für die Kleinsten besonders hoch um. "Im Stadtteil Reuth werden bis Ende 2020 ca. 260 Wohneinheiten bezugsfertig sein, wo auch hier zusätzlich mit einem erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen zu rechnen ist", steht in der Tischvorlage der Stadträte des Finanzausschusses zu lesen. Weil Grundstücksverhandlungen des Liegenschaftsamtes "mit einem privaten Eigentümer im Bezug auf ein geeignetes Grundstück in Reuth nicht zielführend" waren, greift man nun auf ein städtisches Grundstück zu: Auf der Hut, in nächster Nähe zum Reuther Sportplatz soll ein Neubau mit einer Bruttogrundfläche von 1340 Quadratmetern entstehen.

Hier ist Platz für eine sechsgruppige Einrichtung (drei Kindergarten- und drei Krippengruppen). Dies entspricht 75 Kindergarten- und 36 Krippenplätzen. Die Kostengrobschätzung, das erläutert Hochbauamtsleiterin Sigrun Wagner in der aktuellen Sitzung, liegen bei 5,4 Millionen Euro. Je nach Förderprogramm des Freistaats Bayerns für die Kinderbetreuung läge der Eigenanteil der Stadt Forchheim zwischen 3,4 und 2,5 Millionen Euro. Der Terminplan sieht nun Folgendes vor: Durchführung eines VGV (Vergabeverordnung)-Verfahrens August bis November 2020, Beauftragung der Planer, stellen von Zuschussanträgen. Der Baubeginn könnte Mitte März 2022 erfolgen, die Fertigstellung wäre Ende 2023.

In der Sudetenstraße soll das frühere "Schneckenhaus" umgebaut und saniert werden. Die Stadt hatte das Anwesen im Stadtosten gekauft, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Allerdings, das bestätigte Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU), der die Sitzung leitete, "die Regierung kann uns hier nicht in dem Maße fördern, wie beantragt". Ging man von einem Fördersatz von 90 Prozent aus, liegt die Förderung nach Antragsprüfung nun bei 63 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: Die Zuwendung der Regierung liegt bei 777000 Euro, der Eigenanteil der Stadt bei 1,008 Millionen Euro. "Die derzeitig perspektivisch abzusehnde Haushaltssituation (…) erlaubt es, diesen Finanzierungsplan zu bestätigen", heißt es in der Tischvorlage der Räte, einstimmig wurde zugestimmt.

Zugestimmt wurde ebenfalls einer Einrichtung für eine Kindergarten- und drei Krippengruppen in Buckenhofen. Hier entstehen auf einem Grundstück "Im Grund" eine Kindertageseinrichtung in Modulbauweise. Die "Container" werden dabei gemietet, die Gesamt-Kosten beziffern sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Langfristig gesehen wurde der Standort fraktionsübergreifend eher als suboptimal eingeschätzt, er sei aber "als Übergang akzeptabel", wie Reiner Büttner (SPD) zusammenfasste.

"Wir suchen geeignete Grundstücke für eine dauerhaufte Lösung und eine große Einrichtung ähnlich wie in Reuth", fasste Sigrun Wagner zusammen. Die "Dauer bis zur Aufnahme der Nutzung" ist mit 17 Monaten vorgesehen.

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