Streitfall Lärmschutz

Forchheim: Folien-Firma will Bau des Philosophenviertels verhindern

21.9.2021, 06:00 Uhr
Ein 3D-Modell des geplanten Philosophenviertels. Doch Widerstand regt sich aus unmittelbarer Nachbarschaft – von der Firma Loparex (gleich oberhalb der Bildmitte).

Ein 3D-Modell des geplanten Philosophenviertels. Doch Widerstand regt sich aus unmittelbarer Nachbarschaft – von der Firma Loparex (gleich oberhalb der Bildmitte). © Dignus Immobilien

Streitgegenstand der mündlichen Verhandlung am 30. September vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth ist die Baugenehmigung für das Philosophenviertel.

Das Unternehmen Loparex (ehemals Infiana, bevor die Firma 2019 von einem neuen Investor übernommen wurde) habe diese Baugenehmigung angegriffen und beruft sich auf "Lärmschutzthemen", teilt eine Sprecherin der Stadt Forchheim mit. Mit anderen Worten: Loparex befürchtet, dass künftige Bewohner des neuen Viertels wegen des Industrielärms vor Gericht ziehen und Recht bekommen könnten – verbunden mit Entschädigungszahlungen.

Aus dem Rathaus heißt es dazu aber: "Der Stadt war es von Anfang an bei diesem Projekt wichtig, dass die Vorgaben des Lärmschutzes für ein Allgemeines Wohngebiet in vollem Umfang eingehalten werden. Dies soll gesundes Wohnen in hohem Maß möglich machen und auch rechtliche Risiken für die benachbarten Bebauungen und Nutzungen ausschließen."

Insbesondere sei - im Einvernehmen mit dem Bauherrn, der Firma Dignus Immobilien aus Hamburg - ein allgemeines Wohngebiet "mit strengen Lärmgrenzwerten vorgesehen, und nicht ein Mischgebiet, in dem die Lärmgrenzwerte weniger streng gewesen wären", so die Stadt. "Die Lärmsituation wurde umfassend untersucht und bewertet und in den Planungen berücksichtigt" – aus Sicht der Stadt im rechtlich erforderlichen Umfang, aus Sicht der Klägerin in unzureichender Weise.

Dignus Immobilien, um deren Recht zum Bauen es in diesem Verfahren geht, ist am gerichtlichen Verfahren als Beigeladene beteiligt.

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